Plötzlich stieg das Wasser

Meeresgrotte wurde zur Todesfalle: Schweizer Politikerin Jasmine Ben Ali (33) stirbt auf Teneriffa

Jasmine Ben Ali
Jasmine Ben Ali
© unbekannt

26. August 2021 - 8:51 Uhr

Wasser dringt in die Grotte, sie werden gegen die Felsen geschleudert

Trauer um Jasmine Ben Ali: Die schweizerische Politikerin starb bei einem Unglück in einer Grotte auf Teneriffa. Auch ein Mann aus Italien kam dabei ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Das Drama ereignete sich Medienberichten zufolge, als plötzlich Wasser in die Grotte eindrang und die Schwimmer dadurch gegen die scharfkantigen Felsen geschleudert wurden.

Bereits sechs Todesfälle seit 2018

Grotte Cueva del Tancòn
Grotte Cueva del Tancòn auf Teneriffa (Foto: google earth)
© unbekannt / google earth

Die Grotte Cueva del Tancón nahe der Stadt Santiago del Teide auf der Kanareninsel ist wegen ihrer malerischen Schönheit ein beliebtes Ausflugsziel und zugleich ein berüchtigtes. Wie die Zeitung "Blick" berichtet, starben seit 2018 vier Menschen in der Höhle. Nun stieg die Anzahl auf sechs.

Das Baden sei dort verboten, heißt es weiter. Fünf große Schilder hätten auf das Verbot hingewiesen. Die Cueva del Tancón sei jedoch ein beliebtes Fotomotiv in sozialen Medien. Die 33-jährige Jasmine Ben Ali und ihre Begleiter konnten offenbar der Verlockung nicht widerstehen und trafen sich zum Baden in der Höhle.

Zwei Spanier können sich retten

Dabei hätten sie nicht bemerkt, dass das Meer immer rauer wurde, so der Bericht weiter. Plötzlich seien heftige Wellen in die Grotte geschlagen, die Höhle sei zur tödlichen Falle geworden. Unter Berufung auf spanische Medien heißt es, die Höhle habe sich schnell mit Wasser gefüllt. Die Schwimmer seien dadurch immer wieder unter Wasser gezogen und anschließend nach oben geschleudert worden. Dabei seien sie mehrfach gegen die scharfkantigen Felsen geprallt.

Während sich die beiden Spanier den Berichten zufolge aus den Fluten retten konnten, sei Jasmine Ben Ali leblos aus dem Wasser gezogen worden. Sie habe Wasser in der Lunge gehabt. Sämtliche Versuche, sie im Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de La Candelaria wiederzubeleben, scheiterten. Das vierte Mitglied der Gruppe, ein Mann aus Italien, habe nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden können.

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Trauer und Bestürzung in der Heimat

Jasmine Ben Ali war von Beruf Architektin und kandidierte für die Partei "Lega dei Ticines" im Gemeinderat der Stadt Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Der Tod der engagierten Frau rief in ihrer Heimat große Bestürzung und Trauer hervor, berichtet der Sender "Ticino 7". (uvo)