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Thromboserisiko durch Pille: Nahal (24) wäre fast an einer Lungenembolie gestorben

Nahal (24) stirbt fast an einer Lungenembolie
Nahal (24) stirbt fast an einer Lungenembolie So gefährlich kann die Pille sein! 01:06

Risikofaktor für eine Thrombose: die Antibabypille

Rauchen, keine Bewegung, Übergewicht - das sind die Risikofaktoren für eine Thrombose. Doch noch ein weiteres Thromboserisiko wird häufig unterschätzt: die Einnahme der Antibabypille. Nahal ist 24 und erlitt im Alter von 18 Jahren in Folge einer Thombose eine Lungenembolie. Ursache: die Antibabypille. Im Video erzählt sie ihre dramatische Geschichte. 

Antibabypille birgt Gefahr von Lungenembolie

Die Antibabypille ist nach wie vor das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland. Fünf bis zehn Prozent der Mädchen ab dem 12. Lebensjahr nehmen die Pille. Zwischen dem 18. und dem 20. Lebensjahr sind es sogar 80 Prozent der Frauen. Doch ganz so harmlos ist das Verhütungsmittel nicht - die Nebenwirkungen der Antibabypille sind nicht zu unterschätzen: Auch im 2015 veröffentlichten Pillenreport der Techniker Krankenkasse und der Universität Bremen wurde darauf hingewiesen, dass besonders die neueren Antibabypillen der 3. und 4. Generation ein hohes Thromboserisiko bergen. Kommen weitere Risikofaktoren wie das Rauchen, wenig Bewegung, Übergewicht und schlechte Ernährung dazu, steigt das Risiko für die Entstehung eines Blutgerinnsels noch mal drastisch an. 

Experten fordern bessere Aufklärung

Häufige Folge von Thrombosen: eine Lungenembolie, bei der ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß in der Lunge verstopft. Diese kann, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt wird, tödlich enden. Sie wird häufig durch ein Blutgerinnsel in den tieferen Bein- und Beckenvenen hervorgerufen, das über den Blutkreislauf zum Herzen und dann zur Lunge transportiert wird. Dort verstopft es ein Blutgefäß, wodurch der Blutstrom zur Lunge reduziert und die Sauerstoffversorgung im ganzen Körper verringert wird. Eine Lungenembolie kann im schlimmsten Fall zum Kreislaufstillstand führen.

Zu wenige Frauen wissen, dass die Einnahme der Antibabypille insbesondere in Kombination mit Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel das Thromboserisiko drastisch erhöht. Experten fordern deshalb, dass die möglichen Nebenwirkungen der Antibabypille besser beschrieben und erklärt werden müssen und auch Frauenärzte deutlicher auf die Risiken der Pille hinweisen, bevor sie sie verschreiben. 

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