König Maha Vajiralongkorn sitzt die Corona-Krise in Bayern aus

Medienberichte: Lässt Thailands König in Deutschland sein Gefolge auspeitschen?

29. April 2020 - 9:00 Uhr

Rama X. gilt als exzentrisch und gnadenlos

Thailands König Maha Vajiralongkorn (67), auch "Rama, der 10." genannt, hat nicht unbedingt den besten Ruf. Exzentrisch, verschwenderisch und launisch soll er sein. Und das soll bei weitem nicht das Schlimmste sein. Denn der Thai-König gilt unter Menschenrechtsjournalisten nicht nur als willkürlich, sondern auch als gnadenlos und brutal.

​Im Video zeigen wir Ihnen, in welcher bayerischen Idylle sich der thailändische Prunkkönig gerade aufhalten soll, welchen seltsamen Begegnungen Einheimische schon mit dem exzentrischen Herrscher hatten und warum sich angeblich nicht nur seine Gefolgschaft, sondern auch deutsche Journalisten vor dem König fürchten.

Ausgangssperre? Nicht für König Maha Vajiralongkorn

Während fast die ganze Welt zu Hause im Corona-Lockdown ausharrt, gibt es einen, für den die Ausgangssperren anscheinend nicht gelten: Thailands König Maha Vajiralongkorn. Rama X. vertreibt sich die Zeit während der Corona-Krise lieber im Vier-Sterne-Haus "Grand Hotel Sonnenbichl" in Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Natürlich mit Sondergenehmigung. Denn eigentlich sind ja alle Hotels wegen der Corona-Krise geschlossen.

Nachdem der Thai-König erst kürzlich über Zürich den Rückflug nach Bangkok angetreten ist, ist er jetzt offenbar wieder zurück in Deutschland. Gemeinsam mit seinem Gefolge residiert er scheinbar im "Grand Hotel Sonnenbichl", wie die BILD-Zeitung als erste berichtete.

Peitschenhiebe für seine Gefolgschaft?

Und dort soll er nicht nur, fern von seiner Heimat, die bayerische Idylle genießen, sondern auch seine Gefolgschaft tyrannisieren, ja von Schlägen und Misshandlungen ist die Rede. Im Video berichtet der Menschenrechtsjournalist Andrew MacGregor Marshall von unvorstellbaren Zuständen. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, ist nicht bekannt. Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Der thailändische König ist schon einmal in Verruf geraten, grausam gegen seine Untertanen vorgegangen zu sein: So soll der Thai-König erst Ende 2019 seine einstige Geliebte ins Gefängnis gesteckt haben, berichten verschiedene Medien. Und zwar nicht in irgendein Gefängnis, sondern in den härtesten Knast Thailands: ins Zentralgefängnis Klong Prem, welches im Volksmund "Bangkok Hilton" genannt wird.

Menschenrechtsjournalist Andrew MacGregor Marshall vermutet, deutsche Behörden könnten nur dann gegen den thailändischen Monarchen vorgehen, wenn ein Betroffener alles zur Anzeige bringen würde. Aber das, so der Experte, wird von seinem Hofstaat niemand wagen.