Wer zahlt am Ende bei den Billigfliegern drauf?

„Team Wallraff": Undercover bei Ryanair und Eurowings

9. Oktober 2019 - 12:08 Uhr

RTL-Reporter überprüfen Sicherheit und Service bei Billigfliegern

Undercover-Reporterin Alicia schlüpft für die aktuelle "Team Wallraff"-Reportage gleich in drei verschiedene Rollen: Sie wird Flugbegleiterin bei Ryanair und Bodenstewardess bei Eurowings und Ryanair. Die sogenannten Billigflieger verlangen durchschnittlich zwischen 50 und 106 Euro für ein Flugticket. Bei diesen günstigen Preisen stellt sich die Frage: Woran sparen die Fluggesellschaften und wirkt sich das auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit aus?

RTL-Reporterin undercover als Flugbegleiterin bei Ryanair

Als angehende Flugbegleiterin bei Ryanair durchläuft unsere Reporterin in Frankfurt-Hahn eine Ausbildung von sechs Wochen im Kasernenhofton. Schon bei der Begrüßung stellt sich die Ausbilderin mit den Worten vor "Ich bin die Person, die ihr in den nächsten sechs Wochen am meisten hassen werdet." Und das ist offenbar keine leere Drohung. Im Laufe der Ausbildung fließen etliche Tränen bei einigen Teilnehmern und es fällt auffällig oft ein Begriff: Angst.

Die Firmenphilosophie von Ryanair wird gleich am ersten Tag vermittelt: "Verkäufe und Sicherheit gehen Hand in Hand." Was das genau bedeutet, erfährt unsere Reporterin während ihrer Ausbildung. Beim Thema Sicherheit hält sich Ryanair exakt an die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen. Das sind 1,5 Tage Ausbildung in Erster Hilfe und ein ganzer Tag für verschiedene Evakuierungsszenarien. Für die Verkaufsschulung wurde fast eine ganze Woche angesetzt.

Unsere Reporterin stellt während ihres Undercover-Einsatzes bei Ryanair fest, dass sehr viel kontrolliert wird: Das äußere Erscheinungsbild jedes Mitarbeiters, die Verkäufe auf jedem Flug und sogar der Aufenthaltsraum der Mitarbeiter wird mit Videokameras überwacht.

Außerdem geht das Team Wallraff der Frage nach, was mit dem Verkaufserlös aus den Rubbellosen passiert.

Für Eurowings am Düsseldorfer Flughafen

Bei Eurowings erlebt die Undercover-Reporterin als Bodenstewardess das Chaos zu Beginn der Sommerferien. Immer wieder muss sie sich dem Ärger der Kunden stellen. Und auffällig oft trifft es die Kunden, die die günstigsten Tarife gebucht haben. Egal, ob beim Handgepäck oder bei einer Überbuchung – häufig haben die Basic-Kunden das Nachsehen. Gibt es bei Eurowings etwa eine Zweiklassengesellschaft?

Kostenfalle Check-in bei Ryanair

Unsere Undercover-Reporterin lässt sich ein zweites Mal bei einem Unternehmen einstellen, das für Ryanair arbeitet – diesmal als Bodenstewardess am Flughafen Köln/Bonn.

Beim Check-in bei Ryanair steht offenbar das Kassieren im Mittelpunkt. Bereits ein Tipper im Namen kostet 160 Euro. Die Gebühren bei Ryanair sind bekannt und umstritten. Unsere Reporterin wurde aber auch bei ihrem zweiten Ryanair-Einsatz von ihren Kollegen sehr deutlich gemacht: Die Ryanair-Zentrale kontrolliert alles. Wer zu nachsichtig mit den eigenen Kunden umgeht, dem droht die Kündigung. Kann eine Atmosphäre der Angst ausreichend Sicherheit garantieren?

„Team Wallraff" bei TVNOW

Die ganze "Team Wallraff"-Reportage "Undercover bei Ryanair und Eurowings" steht nach Ausstrahlung der Sendung bei TVNOW und in der TVNOW App zum Abruf bereit.