Studie: Softdrinks erhöhen bei älteren Frauen das Brustkrebsrisiko

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28. November 2018 - 17:42 Uhr

Höheres Brustkrebsrisiko durch den Konsum von Softdrinks

Dass Softdrinks ungesund und wahre Zuckerbomben sind, wissen wir. Für Frauen kann der Konsum der süßen Brausen aber weitaus schlimmere Folgen haben als Zahnprobleme oder ein paar Pfund mehr auf den Rippen: Frauen, die ihr Leben lang Softdrinks trinken, haben nach den Wechseljahren offenbar ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Studie der Universität Navarra mit über 10.000 Teilnehmerinnen

Zu dem Ergebnis kam eine groß angelegte Studie der spanischen Universität Navarra. Für diese wurden die Daten von insgesamt 10.713 Frauen erfasst. Ihr Durchschnittsalter lag bei 33 Jahren, die Frauen hatten allesamt ein Studium absolviert. Die Wissenschaftler um Dr. Andrea Romanos-Nanclares erhoben die Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmerinnen und fragten auch, ob und wie häufig sie Softdrinks tranken.

Zu Beginn der Studie litt keine der Frauen an Brustkrebs, innerhalb der Nachbeobachtungszeit erkrankten jedoch 100 Teilnehmerinnen. Frauen, die regelmäßig Softdrinks tranken und darüber hinaus bereits in der Menopause waren, waren dabei deutlich häufiger betroffen als Frauen, die selten oder nie Softdrinks konsumierten. Die Forscher stellten für die erkrankten Frauen daher einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken und ihrem Limonadenkonsum fest.

Auch das Alter ist ein Risikofaktor für Brustkrebs

Bei jüngeren Frauen, die noch nicht die Wechseljahre erreicht hatten, konnte kein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und einem erhöhten Krebsrisiko nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler der Universität Navarra wollen ihre Studie nun ausweiten und die bisherigen Ergebnisse durch eine weitere Studie mit älteren Teilnehmern bestätigen. Da auch das Alter ein Risikofaktor für Brustkrebs ist, konnten in der mit durchschnittlich 33 Jahren noch ziemlich jungen Studiengruppe nur vergleichsweise wenig Brustkrebsfälle diagnostiziert werden.