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Strompreise, Pendlerpauschale & Co.: Diese Entlastungen für Bürger sind geplant

Koalition beschließt Erleichterungen

Strompreise, Pendlerpauschale und Co. - diese Entlastungen kommen

Koalition beschließt Diese Entlastungen kommen auf Verbraucher zu
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Diese Entlastungen kommen auf Verbraucher zu
Koalition beschließt

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Die Bundesregierung hat am Mittwoch gleich mehrere Erleichterungen für Bürgerinnen und Bürger beschlossen. So sollen Verbraucher in Deutschland ab Juli keine EEG-Umlage über die Stromrechnung mehr zahlen. Die Pendlerpauschale wird rückwirkend ab dem 1. Januar auf 38 Cent angehoben – eigentlich sollte das erst zwei Jahre später kommen. Und es kommt noch mehr.

Milliardenschwere Entlastung

Ein Kernpunkt des Pakets: Verbraucher in Deutschland sollen bereits ab Juli keine EEG-Umlage über die Stromrechnung mehr zahlen. Bisher war dies für Anfang 2023 geplant. Die Koalition erwartet, dass die Stromanbieter diese Entlastung der Endverbraucher in vollem Umfang weitergeben, wie es in einem Papier hieß. FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner sprach von Milliardenbeträgen. „Wir lassen die Menschen nicht allein in der gegenwärtigen Situation“, sagte er. Allein die auf den 1. Juli vorgezogene Abschaffung der EEG-Umlage habe eine Größenordnung von etwa 6,6 Milliarden Euro.

Außerdem soll es steuerliche Erleichterungen geben. Um Arbeitnehmer zu unterstützen, soll der Arbeitnehmerpauschbetrag bei der Einkommensteuer um 200 Euro auf 1200 Euro erhöht werden, rückwirkend ab dem 1. Januar 2022. Diesen Betrag können Arbeitnehmer – wie der Name schon sagt – pauschal von der Steuer absetzen.

Einmalzuschüsse und Zuschlag für von Armut betroffene Kinder

Bezieher von Arbeitslosengeld II, Grundsicherung und Sozialhilfe sollen einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro bekommen. Von Armut betroffene Kinder sollen wegen der hohen Energiepreise einen Sofortzuschlag von 20 Euro pro Monat ab dem 1. Juli erhalten.

Die Koalition erwähnt in ihrem Papier auch Maßnahmen, die bereits geplant sind, wie den einmaligen Heizkostenzuschuss für Wohngeldbezieher, Studierende, Schüler und Auszubildende mit unterstützenden Leistungen. Dieser solle zügig vom Bundestag verabschiedet werden.

(rcl/swi/dpa)