Streiks legen Flughäfen in Hamburg und Köln/Bonn lahm

10. Februar 2016 - 20:51 Uhr

Tausende Passagiere bleiben am Boden

Lange Schlangen und viele gestrichene Flüge – der Tarifkonflikt des Sicherheitspersonals trifft die Passagiere hart. Der Ausstand hat massive Auswirkungen an den Flughäfen Hamburg und Köln/Bonn. Tausende Reisende sind betroffen. Der Streik brachte den Flugbetrieb fast komplett zum Erliegen. Beschäftigte an den Sicherheitsschleusen hatten am frühen Morgen ihre Arbeit für den gesamten Tag niedergelegt.

Streiks Sicherheitspersonal Flughäfen Verdi
Tausende Menschen sind von den Flugausfällen betroffen.
© dpa, Malte Christians

An beiden Flughäfen wurden reihenweise Flüge ins In- und Ausland gestrichen. In Hamburg waren es fast zwei Drittel - 108 von 179 Flügen, so eine Flughafensprecherin.

Auch in Köln/Bonn mussten viele Fluggäste erhebliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen, dort wurden 39 Ankünfte und 54 Abflüge abgesagt. Allerdings seien viele Reisende vorab gut informiert gewesen, so dass der große Andrang ausblieb, sagte ein Flughafensprecher.

Auswirkungen hatten die Streiks auch an anderen Flughäfen. Etwa ein knappes Dutzend Flüge von und nach Köln/Bonn wurden am Berliner Flughafen Tegel deshalb gestrichen. Auch am Flughafen Stuttgart kam es zu Flugausfällen. Störungen gab es zudem am Flughafen Leipzig/Halle und in Dresden.

Aufatmen: Streiks werden ausgesetzt

Wenigstens gibt es vorläufige Entwarnung für Flugreisende: An den Flughäfen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen wird am Wochenende nicht gestreikt. Der Ausstand der Sicherheitskräfte wird bis zum kommenden Montag ausgesetzt, teilte die Gewerkschaft Verdi. Der Arbeitskampf habe in der breiten Öffentlichkeit viel bewegt. Jetzt sei es wichtig, den Druck auf die Ministerien und Fluggesellschaften auf Bundesebene zu erhöhen. Um diesen Gesprächen ausreichend Raum zu geben, würden die Streiks ausgesetzt.

Die Fronten in dem Tarifstreit sind weiter verhärtet. Die Gewerkschaft Verdi fordert 30 Prozent mehr Lohn für das private Sicherheitspersonal. Die Arbeitgeber bieten zwischen fünf und neun Prozent.