Das kann der Trend aus Hollywood

Straffe und weiche Haut durch Trockenbürsten? So funktioniert's!

04. Oktober 2021 - 10:41 Uhr

Video: Boomt die Trockenbürste zu Recht?

Straff, weich und ohne Dellen – so hätten wir unsere Haut am liebsten. Was dabei helfen soll? Bürsten! Und zwar mit sogenannten Trockenbürsten. Darauf setzen gerade sämtliche Promis aus Hollywood. Sogar Cellulite soll die Bürste einfach wegschrubben. Und auch unsere Muskeln und Organe sollen davon profitieren. Was ist dran am Bürsten-Boom? Und wie funktioniert's? RTL-Reporterin Maria Neubauer hat's getestet und ist vom Ergebnis echt beeindruckt, wie unser Video zeigt.

Ob die Trockenbürste* etwas für jeden ist und ob sie wirklich gegen Cellulite hilft, hat uns Hautärztin Dr. Yael Adler verraten.

Wer sollte Trockenbürsten verwenden - und wer besser nicht?

Trockenbürsten sind nicht für alle Menschen geeignet, erklärt Dermatologin Dr. Yael Adler im Interview mit RTL. "Als Hautärztin sieht man dann doch manchmal, dass das nicht jeder verträgt. Nämlich Leute mit einer trockenen Haut, mit einer Neurodermitis-Veranlagung oder wenn man zu Pickelchen neigt. Denn die Hautbarriere wird schon strapaziert. Durch das Bürsten werden die oberen Hornschüppchen abgetragen und die sind eigentlich dazu da, um uns zu schützen und auch einen gewissen Fett- und Eiweißfilm und Feuchtigkeit festzuhalten. Und wenn das verlorengeht, kann es auch mal jucken oder Kontaktallergien geben, denn man wird empfänglicher für Allergene."

Hilft die Trockenbürste gegen Cellulite?

"Tatsache ist schon, dass eine gewisse Durchblutungsförderung und Lymphabtransport mit beim Trockenbürsten stattfindet", so Adler. "Allerdings ist die Cellulite nicht dadurch begründet, sondern die kommt dadurch zustande, dass wir Frauen ein Bindegewebe-Strickmuster haben, das das Fett zwischen den Fasern immer hochploppen lässt, damit wir im Falle einer Schwangerschaft schnell mobile Fettdepots haben fürs Baby."

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Bei Männern sieht das laut der Expertin anders aus: "Das Männerfettgewebe ist diagonal vernetzt, bei uns Frauen ist es senkrecht. Und diese senkrechte Verstrebung, dieses Strickmuster, wird durch die Massage oder durch die Bürsten überhaupt nicht verändert. Das heißt, man kann höchstens ein bisschen Flüssigkeit quasi "ausmelken" – aber es ist kein Dauereffekt, sondern nur kurzfristig für ein paar Stunden."

Gibt es Alternativen zur Trockenbürste?

Die gibt es laut Adler: "Es gibt Alternativen, die ebenfalls super sind für die Durchblutungsförderung in der Haut und das ist zum Beispiel die Sauna. Die Durchblutung wird hier gesteigert durch die Temperatur, danach geht man ins Kalte – ins Wasser oder an die Luft. Dann ziehen sich die Gefäße zusammen und dann geht man wieder ins Heiße. Das ist ein Gefäßtraining.

Was noch hilft? Wer hätte es gedacht: "Auch Sport fördert die Durchblutung", weiß Adler. "Und natürlich die Liebe: berühren, massieren – das sind alles tolle Effekte, die ganz ähnlich funktionieren." (akr)

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