Wenig Ballaststoffe, viele Verpackungen umweltschädlich

Zu viel Zucker: Stiftung Warentest testet 25 Fertig-Smoothies

25. Februar 2021 - 9:31 Uhr

Frisches Obst ist immer noch am besten

Ob zur Fastenzeit, für die Sommerfigur oder um etwas für die Gesundheit zu tun, Smoothies sind seit Jahren beliebte Lifestyle-Getränke. Aber wie gut sind sie wirklich? Das hat Stiftung Warentest untersucht und 25 Fertig-Smoothies unter die Lupe genommen. Fazit: An echtes Obst und Gemüse reichen die Drinks bei weitem nicht ran, was Nährstoffe angeht. Von der ökologischen Bilanz ganz zu schweigen. Nur der Vitamin-C-Gehalt kann sowohl als Obst und Gemüse als auch im Smoothie einen Mehrwert leisten.

Die Gewinner und Verlierer des Tests von Stiftung Warentest sehen Sie oben im Video.

Püriertes Obst und Gemüse ist fast wie Industriezucker

Sobald die natürliche Struktur von Obst und Gemüse durch Mixen und Pürieren zerstört wird, zählt der enthaltene Zucker zu den freien Zuckern, also wie zugeführter Kristallzucker, denn er ist sofort verfügbar. Außerdem werden die Schalen der Obst- und Gemüsesorten bei Fertigprodukten vorher entfernt, sodass kaum Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe übrigbleiben. Vitamine bleiben allerdings erhalten.

Ein Drittel der Verpackungen schlecht für die Umwelt

Erfreulich bei den Testergebnissen ist, dass kaum Pestizide oder andere Schadstoffe nachgewiesen werden konnten. Außerdem waren in allen Produkten genau die Zutaten enthalten, die auf dem Etikett angegeben waren. Keiner der getesteten Smoothies wurde mit Wasser verdünnt.

Während Smoothies als Snack sicherlich immer noch besser sind als Schokolade oder Kuchen, lässt die Öko-Bilanz bei 8 der getesteten Produkte zu wünschen übrig. PET, Klebstoff und Folie tragen dazu bei, dass die Behälter schlecht zu recyclen sind und als Einmalverpackung im Müll landen. Empfehlenswert sind in dem Zusammenhang die 13 getesteten Glasflaschen.

Das gesamte Testergebnis steht auf der Website der Stiftung Warentest zum Abruf bereit.