2018 M12 18 - 23:04 Uhr

Freibeträge steigen - mehr Nettogehalt für Arbeitnehmer

Im Januar warten jedes Jahr die großen Rechnungen - doch 2019 könnten Sie die Weichen für das ganze Jahr richtig stellen. Laut "Finanztest" bleibt mit dem leicht angehobenen Grundfreibetrag von 9.000 auf 9.168 Euro und den richtigen Entscheidungen netto mehr vom Gehalt übrig. Auch die zusätzlichen Freibeträge sollten Sie clever nutzen. Wir erklären, wie Sie bares Geld sparen können!

Nutzen Sie die richtige Steuerklasse!

Die falsche Steuerklasse kann über das ganze Jahr hinweg viel Geld verschlingen, das Sie gegebenenfalls erst Monate später wiederbekommen. Vor allem verheiratete Paare sollten jedes Jahr aufs Neue prüfen, ob sich das Ehegattensplitting für Sie lohnt. Auch wenn ein Paar ein Kind bekommt, sollten Sie die Steuerklasse wechseln. Netto bleibt dann deutlich mehr übrig.

Aber Achtung! Nicht für jedes Ehepaar lohnt sich Steuerklasse 5, denn wenn der Gehaltsunterschied zu groß ist, zahlt einer drauf. Da ist der Besserverdienende in Steuerklasse 3 besser aufgehoben und der andere in Steuerklasse 4.

Beantragen Sie passende Freibeträge!

Freibeträge drücken die Steuerlast schon über das Jahr verteilt. Das rechnet sich laut "Finanztest" vor allem bei hohen Ausgaben, etwa beim Arbeitsweg, den Kosten für die Kinderbetreuung oder Krankheitskosten. Denn für viele Ausgaben müssen mindestens 600 Euro im Jahr zusammenkommen.

Zu den Freibeträgen zählt auch die Pendlerpauschale. Pro Kilometer Arbeitsweg immerhin 30 Cent - die als Werbungskosten geltend gemacht werden können. Normalerweise müssen Sie auf das Geld aus der Steuererklärung warten, beantragen Sie hierfür aber einen Extra-Freibetrag haben Sie das Geld sofort auf Ihrem Konto.

Wie beantragt man zusätzliche Freibeträge?

Füllen Sie das Formular "Antrag auf Lohnsteuerermäßigung" aus und geben Sie es beim Finanzamt ab. Spätestens im Januar sollten Sie Ihren Antrag stellen, damit Sie möglichst lange davon profitieren.

Wichtig: Bei beantragten Freibeträgen müssen Sie in jedem Fall eine Steuererklärung einreichen. Damit prüft das Finanzamt, ob Ihnen die Freibeträge überhaupt zustehen. Ist das nicht der Fall, wird das Geld zurückgefordert.