Die besten Tipps fürs Corona-Jahr 2020

Steuer-Endspurt: So sparen Sie jetzt noch bares Geld

Im Steuerjahr 2020 können Sie auch jetzt noch viel Geld sparen
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10. November 2020 - 14:17 Uhr

Handwerker, Homeoffice & Co: Das können Sie alles absetzen

2020 neigt sich dem Ende zu – und wer jetzt noch ein paar Tipps beachtet, kann eine Menge Geld sparen. Viele Arbeitnehmer mussten etwa im Corona-Homeoffice viel mehr aus eigener Tasche zahlen als sonst. Aber auch sonst gilt: Alle steuerlich anerkannten Posten, die bis Silvester noch bezahlt werden, können für dieses Jahr ordentliche Steuerabzüge bringen. So holen Sie am meisten heraus.

Gesenkte Mehrwertsteuer noch mitnehmen

Die wegen der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer von 16 Prozent gilt nur noch bis zum 31.12.2020. Deshalb können sich größere Ausgaben noch dieses Jahr lohnen. Das gilt auch für Handwerkerarbeiten. Entscheidend ist das Datum des Kaufs, des Versands oder der erbrachten Leistung – egal, ob Sie eine Handwerkerleistung bezahlen, ein Auto oder eine Onlinebestellung.

Laptop, Schreibtisch & Co: In Arbeitsmittel investieren

Alle Ausgaben für Ihren Job können als Werbekosten geltend gemacht werden – das geht auch über Computer-Programme, die bei der Steuererklärung helfen* 🛒. So zählen etwa Telefonkosten pauschal mit 20 Prozent und maximal 20 Euro pro Monat; Arbeitsmittel wie Smartphone, Laptop oder Schreibtisch bis je 800 Euro. Auch die Pendlerpauschale von 30 Cent je Kilometer sowie Reisekosten sollten Sie angeben. Fortbildungen zählen ebenfalls.

Beim Arbeitszimmer sind maximal 1.250 Euro pro Jahr drin – Bedingung ist allerdings, dass es sich um ein separates Zimmer zu Hause handelt. Waren Sie durch Corona gezwungen, zu Hause im Wohnzimmer o. ä. zu arbeiten, könnten Sie möglicherweise rückwirkend durch eine Pauschale profitieren, über die derzeit verhandelt wird.

Mehr zum Thema Steuern absetzen im Homeoffice erfahren Sie hier.

Eheleute: Mehr Lohnersatz mit Steuerklasse III

Sie sind verheiratet? Dann sollten Sie prüfen, ob Ihre Lohnsteuerklassen auch 2021 noch optimal sind. Seit diesem Jahr können Sie diese wechseln, so oft Sie wollen. Das kann sich vor allem lohnen, wenn eine(r) von beiden Lohnersatz – also Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder Arbeitslosengeld – erwartet. In der Steuerklasse III ist dieser am höchsten. Wer allerdings möchte, dass eine bestimmte Steuerklassenkombination noch für 2020 gilt, muss sie bis spätestens zum 30. November geändert haben.

Mehr zum Thema Kurzarbeitergeld und Steuererklärung können Sie hier nachlesen.

Handwerksarbeiten: Steuerbonus von 1.200 Euro

Für Handwerksarbeiten durch Fachleute im Haushalt können bis zu 6.000 Euro im Jahr abgerechnet werden. Dazu zählen zum Beispiel Maler- und Stukkateurarbeiten. 20 Prozent der Fahrt-, Lohn- und Maschinenkosten gehen von den Steuern ab, maximal jedoch 1.200 Euro. Materialkosten zählen nicht.

Brille, Zahnersatz & Co: Ausgaben für Gesundheit bündeln

Ob neue Brille, Zuzahlungen für Medikamente oder die teure Zahnarzt-Rechnung: Je nach Größe der Familie kommen da eine Menge Kosten zusammen. Übertreffen diese den zumutbaren Eigenanteil (je nach Familienstand, Anzahl der Kinder und Einkommen unterschiedlich), zählen sie in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen. Hier lohnt es sich also, die Ausgaben für alle Familienmitglieder zu bündeln und eventuell noch in diesem Jahr zu tätigen.

Hochzeit bis Silvester: Splittingvorteil für 2020

Sie heiraten noch in diesem Jahr? Dann könnte der Splittingvorteil große Ersparnisse einbringen. Das gilt dann, wenn beide Eheleute unterschiedlich viel verdienen – hier kann der Vorteil mehrere Hundert Euro betragen. Ist das Einkommen ungefähr gleich, läge der Vorteil nur bei wenigen Euro.

Noch mehr Tipps, wie Sie 2020 so viele Steuern sparen wie möglich, finden Sie auf der Website von Stiftung Warentest.

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