Monatelange Schmerzen und Blutungen

7 Monate nach Fehlgeburt: Frau hat immer noch Überreste ihres toten Babys im Mutterleib

Ericka dachte, die Überreste ihres toten Babys seien aus ihrem Mutterleib entfernt worden - doch dies war leider nicht der Fall.
Ericka dachte, die Überreste ihres toten Babys seien aus ihrem Mutterleib entfernt worden - doch dies war leider nicht der Fall.
© BPM Media

01. November 2021 - 12:17 Uhr

Ericka erleidet in der 12. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt

Ericka Hall erwartet voller Freude ihr fünftes Kind. Einen Tag vor ihrem 12-Wochen-Scan dann der Schock: Sie erleidet eine Fehlgeburt. Da sie danach weiterhin Blutungen und Schmerzen hat, werden – angeblich – alle Überreste der Fehlgeburt operativ aus ihrer Gebärmutter entfernt. Ganze sieben Monate hat die 38-Jährige aus Burslem, England, weiterhin Schmerzen, die immer unerträglicher werden. Sie beschließt, erneut einen Arzt aufzusuchen, der ihr die unfassbare Nachricht überbringt: Es befinden sich immer noch Überreste ihres toten Babys in ihrem Körper.

"Ich wurde immer wieder ohnmächtig und wusste, dass etwas nicht stimmte"

"Ich erfuhr am Tag vor meinem 12-Wochen-Ultraschall, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Ich ging ins Krankenhaus. Ich hatte Schmerzen – sie sagten mir, dass es eine Einnistung oder eine Infektion sein könnte. Zuhause blutete ich immer noch sehr stark. Ich wurde immer wieder ohnmächtig und wusste, dass etwas nicht stimmte", erzählt Ericka, die bereits Mutter von vier Söhnen ist, im Gespräch mit "Metro.co". Ihr Freund John Holton beschließt in der Nacht, einen Krankenwagen zu rufen.

Bei einer Operation werden die Überreste der Fehlgeburt entfernt

Im Royal Stroke Krankenhaus angekommen bekommt die 38-Jährige zunächst Infusionen und eine Bluttransfusion. Letztendlich entscheidet sich ein Arzt nach einer Untersuchung für eine Operation, bei der die Überreste der Fehlgeburt entfernt werden. Ericka wird am nächsten Tag in dem Glauben entlassen, dass alles in Ordnung ist.

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Einige Monate später fühlt sich die 38-Jährige erneut schlecht - leider aus gutem Grund

Royal Stoke University Hospital
Ericka wird aufgrund ihrer Beschwerden mehrfach im Royal Stoke University Hospital vorstellig.
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Ein paar Monate später fühlt sie sich jedoch wieder unwohl und glaubt, eine Infektion zu haben. Als die Schmerzen so schlimm werden, dass sie kaum noch aus dem Bett aufstehen geschweige denn schlafen konnte, geht sie mehrfach ins Krankenhaus, wird immer wieder vertröstet und nach Hause geschickt. Bei ihrem dritten Besuch wird sie schließlich gründlich untersucht und es stellt sich heraus, dass sie eine Zyste im Eierstock hat und dort noch Überreste der Fehlgeburt, die sich sieben Monate zuvor ereignet hatte, zu erkennen sind.

"Warum haben sie nach der Fehlgeburt nicht überprüft, ob der gesamte Inhalt weg ist?"

Durch die Zyste und die Überreste des Babys entzündet sich der Blinddarm von Ericka – dieser wird ihr daraufhin operativ entfernt. Bis heute ist sie entsetzt darüber: "Warum haben sie nach der Fehlgeburt nicht überprüft, ob der gesamte Inhalt weg ist? Sie sollten einen nicht einfach nach Hause schicken, wenn man sieben Monate später immer noch die Überreste des ungeborenen Babys in sich trägt."

Krankenhaus entschuldigt sich und bietet Unterstützung an

Der stellvertretende leitende Krankenpfleger Scott Malton entschuldigt sich im Namen des gesamten Krankenhauses bei der Vierfachmutter: "Es tut uns sehr leid, von Erickas Situation zu hören. Es ist immer unser Ziel, den höchstmöglichen Pflegestandard zu bieten. Wir nehmen alle Beschwerden oder Bedenken von Patienten oder ihren Familien sehr ernst und möchten Ericka ermutigen, uns alles mitzuteilen und mit dem Patientenberatungs- und Verbindungsteam zu sprechen, das Nachforschungen anstellen und Unterstützung leisten kann." (jos)