Schon lange keinen Sport mehr gemacht? Dr. Anne Fleck und Daniela Stohn geben Rat

Sport-Neujahrsvorsätze: So fangen sie am besten an - 4 Easy-Tipps aus der DocFleck-Sprechstunde

Tanzen, Walken, Gehen - Bewegung, die wir mögen, motiviert uns zum Weitermachen
Tanzen, Walken, Gehen - Bewegung, die wir mögen, motiviert uns zum Weitermachen
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„Wenn man viele Jahre nichts sportlich gemacht hat, mit was kann man anfangen?“ will Romy (46) bei der Straßenumfrage für die DocFleck-Sprechstunde bei „Punkt 12“ wissen. Und wie Romy geht’s vielen. Gerade beim Sport ist für viele die Hemmschwelle hoch, überhaupt erst anzufangen. Und dann auch durchzuhalten. RTL-Gesundheitsexpertin Dr. Anne Fleck und ihre Kollegin Daniela Stohn von „Brigitte“, die das Balance-Konzept (ehemals Brigitte-Diät) entworfen hat, wissen praktischen Rat für alle, bei denen es sonst im Januar immer hieß: „Noch zwei Mal Sport und dann ist Weihnachten.“

Fragen, die allen vermeintlich Unsportlichen aus der Seele sprechen

Romys Frage spricht vielen von uns aus der Seele. Denn vor allem der Anfang ist schwer beim Sporteln. Und was tut uns gut, gerade wenn wir es in den letzten Jahren schleifen lassen haben? Hier kommen vier denkbar simple Tipps unserer beiden Expertinnen:

1. Sanft anfangen mit etwas ganz Einfachem

„Man sollte auch danach gehen, was einem persönlich Spaß macht“, findet Dr. Anne Fleck. Für sie fängt sportliche Betätigung schon beim Gehen an. „Strammes Gehen“, präzisiert die Medizinerin und setzt hinzu: „Solange man Beine hat, die funktionstüchtig sind.“ Daniel Stohn ergänzt: „Sanft anfangen finde ich einen guten Hinweis, denn dadurch hören ganz viele wieder auf, weil sie gleich sehr doll loslegen und sich dann verletzen.“

Eine Überforderung sollte man gerade am Anfang auch wegen der Herzgesundheit unbedingt vermeiden, jegliche Form der körperlichen Betätigung langsam steigern. Beratung durch einen Arzt und einen Fitness-Coach können hier hilfreich sein. Zudem gibt es Hilfsmittel wie Pulsuhren oder Fitnesstracker, die uns helfen, wichtige Körperfunktionen zu überwachen und Überlastung zu vermeiden.

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2. Verschiedene Dinge ausprobieren - zum Beispiel in der Wohnung tanzen

Auch die ersten Ideen von Romy aus der Straßenumfrage – Tanzkurs oder leichte Fitness – kommen bei unseren Expertinnen gut an. „Ich finde, man sollte ganz viel ausprobieren, sich Zeit nehmen, das zu finden, was wirklich Spaß macht“, sagt „Brigitte“-Redakteurin Daniela Stohn. „Manchmal kann das auch was sein, was man als Kind gerne gemacht hat, zum Beispiel Tanzen, oder etwas, das man schon früher gut konnte, weil man dann leichter wieder einsteigen kann.“ Da ist auch DocFleck sofort Feuer und Flamme: „Tanzen in der Wohnung zu einer guten Musik und sich eine musikalische Hausapotheke zusammenstellen“, rät sie. Wie die Medizinerin es mit ihrer privaten Playlist hält, sehen Sie im Video.

Mit welchem Sport sollen wir anfangen? Neujahrsvorsätze in der DocFleck-Sprechstunde
03:29 min
Neujahrsvorsätze in der DocFleck-Sprechstunde
Mit welchem Sport sollen wir anfangen?

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3. Durchhalten ohne Zwang

Sport macht mit Freunden mehr Spaß - eine Verabredung schafft Verbindlichkeit
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Zuschauerin Jamie (17) will wissen, „wie man disziplinierter im Altag werden kann und wie man sich selber antreiben kann.“ Daniel Stohn, deren „Brigitte Balance“-Konzept ohne Zwang auskommt, mag das Wort Disziplin nicht. „Das gibt einem immer das Gefühl zu scheitern“, erläutert sie mit Verweis auf Studien, die herausgefunden haben, dass Disziplin nicht weiterhilft, um eine neue Gewohnheit zu etablieren. „Es ist viel wichtiger, dass die neue Gewohnheit einfach ist. „Wenn man sich immer überwinden muss, lohnt es sich vielleicht zu schauen, ob die Gewohnheit noch einfacher gemacht werden muss.“ Das können verschiedene Faktoren sein, etwa:

  • Bewegungsabläufe, die man noch vereinfachen kann
  • Trainingsabstände, die man vergrößern kann oder
  • die Entfernung zum Fitnessstudio – Daniela Stohn:„Man geht öfter hin, wenn es näher dran ist.“
  • Verbindlichkeit erzeugen, zum Beispiel durch eine Verabredung mit einer Freundin

Und man sollte sich auch für den sportlichen Einsatz belohnen:

  • mit der Freundin nachher noch was gemeinsam trinken gehen
  • einen schönen Podcast beim Joggen hören
  • sich ein leckeres und gesundes Essen kochen nach dem Sport

Ausgewogenes Essen ist übrigens nicht nur ein Steckenpferd von DocFleck, sondern eine der drei Säulen („Eat“, „Feel“, „Move“) von „Brigitte Balance 2023“.

Lesetipp: Drei der leckeren 30 Rezepte aus dem neuen Heft finden sie übrigens hier bei RTL.de.

4. Motivation hinterfragen: Sich darüber klar werden, warum man Sport machen möchte

Was aber, wenn wir trotz allem nicht runter kommen von der Couch? „Dann finde ich, lohnt es sich noch mal zu gucken, hab ich mein Motiv schon gefunden und passt meine Bewegung dazu?“, gibt Daniela Stohn zu bedenken. Wenn man sich immer nur quält, ist die Chance gering, dass man durchhält. Im „Brigitte Balance“-Heft, das der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift beiliegt, gibt es einen Fragebogen, der uns hilft, uns über unsere Motive klar zu werden und herauszufinden, warum wir unser Leben ändern wollen – und was uns daran hindern könnte.

Und auch wenn es für viele von uns noch lang hin scheint, findet Dr. Anne Fleck folgenden Gedanken hilfreich: „Man muss sich beim Motiv auch die Frage stellen: Wie möchte ich alt werden?“ Schließlich legen wir jetzt schon den Grundstein für unsere spätere Fitness. Die Medizinerin gibt noch einen letzten Tipp: „Den Tag nicht als ‘entweder - oder’ sehen – jeder Tag ist eine neue Chance. Jede noch so kleine neue Gewohnheit hilft. Und wir haben ja gelernt: Es muss einfach sein.“ In diesem Sinne: Wann fangen Sie an?

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