Warum Minusgrade keine Ausrede sindJoggen im Winter – so läuft es auch an kalten Tagen rund

Ein Jogger läuft durch die eisige Kälte am Winterberg in Nordrhein-Westfalen.
Beim Joggen in der Kälte muss es nicht die dickste Jacke sein. Der „Zwiebel-Look” mit mehreren dünnen, atmungsaktiven Schichten ist die beste Wahl. (Symbolbild)
Bernd Thissen/dpa

Bewegung ist auch bei Kälte Pflicht!
Der Neujahrsvorsatz, joggen zu gehen, wird einem bei winterlichen Temperaturen nicht gerade leicht gemacht – dabei gibt es viele Vorteile! Wer seinen inneren Schweinehund überwindet, tut nicht nur etwas für sein Herz-Kreislauf-System, sondern auch für seine Gelenke.

Vorteile für Herz-Kreislauf-System

Das neue Jahr bringt für viele Deutsche auch neue Vorsätze. Doch wer aus dem Fenster schaut, dem graut es erst mal – wortwörtlich. Dabei ist regelmäßiges Laufen auch im Winter sehr empfehlenswert. Dr. Martin Rinio ist ärztlicher Direktor der Gelenk-Klinik Gundelfingen und findet, die Vorteile überwiegen deutlich: „Die Bewegung an der frischen Luft hält fit, stärkt Immun- und Herz-Kreislauf-System und senkt das Erkältungsrisiko.” Aber gleich von null auf 100?

Lese-Tipp: Heizkosten sparen? Mit dem Rollladen-Trick zum niedrigeren Energieverbrauch

Bewegung schützt vor Arthrose

Vollgas direkt zu Beginn ist für den Anfänger natürlich keine gute Idee: „Auch Gelenke, Bänder und Sehnen benötigen einige Zeit, um sich den neuen Belastungen anzupassen”, meint Dr. Rinio. Dennoch sei gerade zum Schutz dieser eine ausreichende Bewegung notwendig, gar „Lebenselixier für unsere Gelenke – und der beste Schutz vor Arthrose.” Bei niedrigen Temperaturen, insbesondere um den Gefrierpunkt, sollen Jogger aber auf einige Dinge achten.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Fünf Winternächte ohne Heizung in Berlin!

Aufwärmen und die richtige Atmung

Der ärztliche Direktor warnt: „Bis der Körper seine ‚Betriebstemperatur‘ erreicht hat, dauert es länger als an warmen Tagen.” Ausreichendes Dehnen und Aufwärmen seien daher unerlässlich, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Wichtig sei außerdem, genug zu trinken – auch an kalten Tagen.

Das Risiko einer Lungenverletzung sieht Dr. Rinio auch bei niedrigen Temperaturen als gering: „Ich empfehle beim winterlichen Laufen immer, durch die Nase zu atmen und nicht durch den Mund.” Auch ein leichtes Tuch über Mund und Nase helfe gegen die eisige Luft.

Lese-Tipp: Schneeschaufeln bei Kälte kann zu Herzinfarkt führen

Vorsicht bei eisiger Kälte

Vorsicht ist bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius geboten. Dann sollte man lieber auf zu große Anstrengung im Freien verzichten. „Bei gefrorenem Schnee sollten die Laufschuhe ebenfalls besser im Schrank bleiben”, so der Mediziner. Dann steht allerdings ein paar lockeren Fitnessübungen in der Wohnung nichts mehr im Weg. (dst)

Verwendete Quellen: spot on news