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Spanien: Polizei jagt mutmaßlichen Schwulen-Serienmörder – Kontakt über Dating-App Grindr

Kontakt über Dating-App Grindr

Spanische Polizei jagt mutmaßlichen Schwulen-Serienmörder

Bilbao Schwulen-Mörder
In Bilbao soll ein Serienmörder unterwegs sein, der es auf Homosexuelle abgesehen hat.
soe yen, dpa, Carola Frentzen

In Spanien ist nach Überzeugung der Polizei ein Serienmörder unterwegs, der es auf Homosexuelle abgesehen hat. Er soll schon mindestens vier Männer getötet haben. Alle vier Morde hätten sich in der baskischen Metropole Bilbao im Norden Spaniens ereignet, berichteten die Zeitung "El Mundo" und andere spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die zuständigen Behörden im Baskenland. Als dringend Verdächtiger werde ein junger Mann im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren gesucht, hieß es. Der mutmaßliche Täter sei von einem Opfer beschrieben worden, das im Dezember entkommen sei.

Opfer sollen Schwulen-Mörder über Dating-App Grindr kontaktiert haben

Der Gesuchte wird des Mordes in mindestens vier Fällen verdächtigt. Es wird derweil nicht ausgeschlossen, dass er mindestens vier weitere Menschenleben auf dem Gewissen hat. Alle Morde haben den Berichten zufolge mehr als einen gemeinsamen Nenner: Die Opfer hätten über die insbesondere bei Schwulen beliebte Dating-App Grindr den mutmaßlichen Serienmörder kontaktiert. Sie hätten ihn zu sich nach Hause eingeladen und seien dort mit Drogen zu Tode betäubt worden. In allen Fällen seien die Bankkonten der Opfer geplündert worden.

Spanien: "Angespannte Ruhe" in Bilbao nach Schwulen-Morden

Die Morde, die bisher dem Unbekannten zugeschrieben werden, wurden im vergangenen Jahr begangen. Die Polizei des Baskenlandes veröffentlichte vorerst keine offizielle Mitteilung. Auf Anfrage bestätigte sie aber die Medienberichte und die laufenden Ermittlungen. Bilbaos Bürgermeister Juan Mari Aburto räumte in einem Interview ein, in seiner Stadt herrsche aufgrund der Medienberichte eine "angespannte Ruhe". Dem Rathaus seien die Ermittlungen bekannt. Man müsse aber alles tun, um die Gesellschaft "nicht zu alarmieren". (dpa/bst)