Öko-Test prüft 22 Produkte

Diese günstigen Sonnencremes sind Testsieger

Die Sommersonne tut gut - kann aber auch gefährlich werden.
Die Sommersonne tut gut - kann aber auch gefährlich werden.
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28. Mai 2021 - 10:54 Uhr

Hautschäden mit UV-Schutz keine Chance geben

Auch, wenn es mancherorts noch nicht so aussieht: Der Sommer steht vor der Tür, und die meisten können es kaum abwarten, die Nase (und den Körper) der Sonne entgegenzustrecken. Ihr Licht ist für Mensch und Natur lebenswichtig – es kann aber auch eine Menge Schaden anrichten, etwa vorzeitige Faltenbildung. Die ist zwar nicht unbedingt schön, aber auch nicht gefährlich. Bei Hautkrebs durch UV-Strahlung sieht die Sache jedoch anders aus. Oberstes Gebot für Sonnenanbeter lautet also: eincremen - mit der richtigen Sonnencreme. Welche das ist, hat Öko-Test jetzt untersucht.

Die Hälfte schneidet mit "gut" ab

22 Sonnencremes mit dem Lichtschutzfaktor 30 aus Drogerien, (Bio-) Supermärkten, Apotheken und dem Reformhaus stellten die Tester auf den Prüfstand. Bei jeder dritten davon handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik. Das Ergebnis: Drei Sonnencremes fallen aufgrund eines krebsverdächtigen Stoffes mit "ungenügend" durch. Vier schneiden aber auch mit "sehr gut" und elf mit "gut" ab.

Drei Sonnencremes sind "ungenügend"

Im Falle von "Piz Buin Moisturising Ultra Light Sun Spray" ("ungenügend") schmiert man sich den Problemstoff Benzophenon in einer deutlichen Menge auf die Haut. Und die gilt als wahrscheinlich krebserregend. Benzophenon ist ein Zerfallsprodukt des UV-Filters Octocrylen.

Der Stoff wurde in weiteren sechs Produkten ausgemacht - hier allerdings nur in Spuren. Was langfristig aber keine Garantie dafür ist, dass das auch so bleibt. Denn mit der Zeit kann der Gehalt an Benzophenon in der Sonnencreme stark steigen. Das haben dieses Frühjahr französische und amerikanische Forschende gezeigt, indem sie die Sonnenschutzmittel künstlich altern ließen.

Den UV-Filter Octocrylen wertet Öko-Test schon seit Jahren ab. Der Grund: Der Stoff steht auch im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Der hohe Gehalt der Vorstufe von Benzophenon wurde auch der "Garnier Ambre Solaire Sonnenschutz-Milch LSF 30" ("ungenügend") zum Verhängnis.

Auch von Cremes mit Ethylhexylmethoxycinnamat raten die Tester ab. Der Filter steckt in der "Cetaphil Sun Daylong Liposomale Lotion SPF 30" ("ungenügend") und steht ebenfalls im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken.

RTL.de empfiehlt

Anzeigen:

"Sehr guten" UV-Schutz gibt's schon für 2,36 Euro

Erfreulicheres gibt es von den Testsiegern zu berichten. Denn die sind allesamt ziemlich preiswert und "sehr gut":

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Öko-Test.

Beim Auftragen nicht sparen!

Vollen Sonnen­schutz bieten die Produkte aber nur, wenn sie reichlich und regel­mäßig aufgetragen werden. Fast alle Anbieter bewerben ihre Produkte als "wasser­fest". Doch ein Teil des Schutzes kann beim Baden verloren gehen. Auch wer Sport treibt und schwitzt, sollte deshalb regel­mäßig nach­cremen. Grundsätzlich gilt hier: nicht kleckern, sondern klotzen.

Um den angegebenen Sonnen­schutz­faktor zu erreichen, braucht eine 1,80 Meter große Person etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper, was etwa drei Esslöffeln entspricht. Wer kleiner ist, kommt mit etwas weniger aus. Bei einem Sonnenbad pro Tag reicht eine 200-Milliliter-Flasche also höchstens für etwa fünf Tage.(ntv/rka)

Akne, Falten & Co.: Welche Sonnencreme die richtige für Ihren Hauttyp ist

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