Nachhaltige Mundhygiene

So geht Zähneputzen ohne Plastik und Schadstoffe

Mit nachhaltigen Bambuszahnbürsten die Zähne gesund halten? Klar.
Mit nachhaltigen Bambuszahnbürsten die Zähne gesund halten? Klar.
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31. August 2020 - 6:54 Uhr

Im Bad auf Bambuszahnbürsten setzen - besser für die Umwelt und für den Körper

Schon die alten Römer wussten, dass Zahnpflege wichtig ist. Um ihre Beißerchen sauber und weiß zu erhalten, benutzen sie eine Mischung aus Muschelkalk und Marmorstaub. Das hat auch ganz gut funktioniert, war aber etwas brachial. Altertumsforschern zufolge hat der Zahnschmelz darunter sehr gelitten. Heute sind wir in Sachen Mundhygiene bedeutend weiter: Es gibt unzählige Zahnbürsten und auch elektrische Geräte, die in jeden Winkel unseres Mundes gelangen. Dazu können wir aus einer gigantischen Menge an Zahnpasta-Varianten wählen. Leider hat dieses riesige Angebot auch Nachteile: Die meisten Zahnbürsten sind aus Kunststoff und viele Zahnpasten enthalten sogenanntes Mikroplastik. Das ist weder gut für den menschlichen Körper noch für die Umwelt, es gibt jedoch Alternativen.

Borsten nachhaltiger Zahnbürsten sollten nicht aus Tierhaaren hergestellt sein

Beginnen wir bei der Zahnbürste. Handelsübliche Modelle bestehen vom Stiel bis zur Borste aus Kunststoff. Beim Zähneputzen können Schadstoffe aus dem Plastik freigesetzt werden und in unseren Körper gelangen. Besser für Umwelt und Gesundheit sind nachhaltige Produkte aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen. Empfehlenswert sind Zahnbürsten aus Bambus* 🛒.

Das Holz ist schnell nachwachsend und somit sehr nachhaltig. Bei den Borsten sollte man aber unbedingt darauf achten, dass diese nicht aus Tierhaaren hergestellt sind. Diese Naturborsten lassen sich nicht optimal reinigen und Bakterien, Pilze und Viren haben auf den Tierhaaren leichtes Spiel. Besser sind Nylon-Borsten, die aus Rizinusöl hergestellt sind. Und wenn die Zahnbürste ausgedient hat, kann sie sorglos auf den Kompost oder in die Biotonne geworfen werden.

Wer aber beim Zähne putzen gar nicht auf Kunststoff verzichten kann oder will, sollte sich überlegen, auf ein Modell mit wechselbarem Kopf* umzusteigen. Hier landet dann nicht immer gleich das ganze Produkt im Müll, sondern nur der Bürstenteil. Der wird dann nach Bedarf ausgetauscht.

Plastikfreie Zahnreinigung? Kein Problem

Zahnputztabletten mit Bambuszahnbürste
Zahnputztabletten sind eine Alternative zur klassischen Zahnpasta, die Mikroplastik enthalten kann.
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Strahlend weiße Zähne für das Hollywoodlächeln und ein frischer Atem, der stundenlang anhält. Das versprechen sich viele Menschen vom Einsatz ihrer Zahnpasta. Leider finden sich in vielen Produkten auch Inhaltsstoffe, die man besser aus dem eigenen Körper raushalten sollte. Manche Inhaltsstoffe, die bei Tests gefunden wurden, stehen sogar im Verdacht, die Spermienqualität bei Männern zu verschlechtern oder die verfrühte Pubertät bei Mädchen auszulösen. Darüber hinaus enthalten viele Produkte kleinste Kunststoffteilchen, sogenanntes Mikroplastik, die beim Reinigen helfen.

Doch diese Partikel verschmutzen die Umwelt und sind auch aus gesundheitlicher Sicht sehr umstritten. Außerdem verursachen die Zahnpasta-Tuben weiteren Plastikmüll. Auch hier gibt es recht unkomplizierte Möglichkeiten die Zahnpasta nachhaltig zu ersetzen. Probieren Sie doch mal sogenannte Zahnputztabletten* 🛒. Diese werden einfach im Mund zerkaut und beginnen dann zu schäumen. Dann einfach Zahnbürste in den Mund und wie gewohnt putzen.

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Natürliche Zahnseide ist oft mit Bienenwachs überzogen

Zahnseide ist für die Mundhygiene Pflicht
Zahnseide ist für eine gründliche Zahnpflege unerlässlich - aber es sollte ein Faden aus echter Seide sein.
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Wenn Sie Ihren Zahnarzt fragen, wird er Ihnen bestätigen, dass einfach nur Zähne putzen für die optimale Zahnhygiene nicht ausreicht. Der Einsatz von Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume ist unverzichtbar für die gründliche Sauberkeit im Mund. Und auch hier müssen Sie nicht zwingend Plastikprodukte verwenden. Es geht auch ohne Kunststoff. Greifen Sie auf Zahnseide aus echter Seide* 🛒 zurück. Die ist häufig mit natürlichem Bienenwachs überzogen.

Hier noch ein Tipp für den Umgang mit Zahnseide: Bitte entsorgen Sie den dünnen Faden nach der Verwendung niemals in der Toilette. Gerade Produkte aus Kunststoff zersetzen sich nicht und sorgen oft für verstopfte Abflüsse. Also Zahnseide nach der Benutzung immer in den Mülleimer.

Interdentalbürste & Co. sind praktische Helfer

Neben der Zahnseide kommen bei der Mundhygiene noch weitere "Werkzeuge" zum Einsatz. Besonders Interdentalbürsten helfen, bei größeren Zahnlücken unliebsame Essensreste zu eliminieren. Hier kann auch auf Plastik verzichtet werden. Es gibt inzwischen, ähnlich wie bei den Zahnbürsten, Interdentalbürsten aus Bambus* 🛒. Und die Menschen, die neben den Zähnen auch noch ihre Zunge reinigen wollen, sei an dieser Stelle ein Zungenschaber ans Herz gelegt - am besten einer aus Edelstahl*. Die Haltbarkeit ist fast unbegrenzt und im Edelstahl finden sich garantiert keine Weichmacher.

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