Mütterlicher Instinkt rettet Tochters Leben

Sie träumt, dass ihre Tochter stirbt - und erfährt so, dass die Kleine Krebs hat

Die Mutter träumt von der Beerdigung ihrer eigenen Tochter (Symbolbild).
Die Mutter träumt von der Beerdigung ihrer eigenen Tochter (Symbolbild).
© Domenico Gelermo, photographer Valua Vitaly

01. Oktober 2021 - 10:49 Uhr

Nach Albtraum bringt Mutter Kinder zum Arzt

Nach einem Albtraum sitzt Laks Rana weinend und schmerzerfüllt in ihrem Bett. Die Handlung des Traums lässt der Mutter aus Großbritannien keine Ruhe. Sie entscheidet, ihre beiden Kinder zum Arzt zu bringen. Ihr großer Sohn ist gesund. Doch ihre kleine Tochter hat sie gerade rechtzeitig zur Untersuchung gebracht: Bei ihr wird Krebs diagnostiziert. Nur durch den schlimmen Traum der Mutter kann das Leben von Anaya (heute 6) gerettet werden.

Auf der Beerdigung der eigenen Tochter

Laks Rana aus Crawley in Großbritannien wird diesen Albtraum wohl nie vergessen. Beide Kinder sind tot, sie steht auf dem Friedhof und nimmt an der Beerdigung ihrer damals vierjährigen Tochter teil. Als sie aus diesem schlimmen Traum erwacht, schlägt ihr mütterlicher Instinkt voll an. "Ich kam mir albern vor, aber ich hatte einfach dieses Bauchgefühl, dass ich sie zu den Ärzten bringen musste", erzählt die junge Frau der britischen Zeitung "The Sun".

Beim heute achtjährigen Amrit geben die Ärzte schnell Entwarnung – er ist gesund. Allerdings gibt es bei der kleinen Anaya Blutergüsse an den Beinen, die abgeklärt werden sollten. Die Ärzte überweisen Mutter und Tochter ins Krankenhaus. Laks denkt sich nichts dabei: "Anaya hat es immer genossen, mit ihrem Bruder und ihren Cousins ​​zu kämpfen, schelmisch zu sein und vom Sofa zu springen und so weiter, also waren blaue Flecken nicht ungewöhnlich."

Diagnose: Leukämie

Nur wenige Tage im Februar 2020 später erhält Laks Rana die erschütternde Diagnose. Ihre Tochter hat akute lymphatische Leukämie, eine Krebsart, die die weißen Blutkörperchen befällt. "Es fühlte sich nicht real an, dass uns das passieren konnte", erinnert sich die Mutter. Ihre Tochter, ihr "glückliches, süßes, aber freches Kind", erhält eine Diagnose, die ihr ganzes Leben verändern wird. Niemand weiß zu dem Zeitpunkt, ob Anaya den Kampf gegen den Krebs besiegen wird.

Die damals Vierjährige beginnt sofort mit einer Chemotherapie im Royal Marsden Hospital. Ihre Mutter schaltet in den "Überlebensmodus", wie sie die Situation beschreibt. Ganz schlimm wird die Situation für die kleine Familie, als Bruder Amrit die Windpocken bekommt. Würde Anaya sich damit anstecken, wäre das lebensgefährlich für sie. Also muss Amrit kurzzeitig ausziehen. Er bekommt schlimmes Heimweh, der Mutter zerreißt es das Herz.

Als weiteren Tiefschlag während der Behandlung empfindet Laks es, als Anaya die Mutter emotional ablehnt und der Papa alles mit ihr zusammen machen soll. Die Britin rekapituliert: "Er musste alles tun, was für ihn natürlich körperlich anstrengend war, mich aber mental zerriss, dass ich nicht einmal da sein konnte, um mein krankes Kind zu trösten." Später habe sie herausgefunden, dass dies ein absolut normales, kindliches Verhalten sei, aber damals habe es sie schwer getroffen.

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Heute geht es Anaya besser

Im April kann die junge Mutter endlich aufatmen: Anaya verhält sie wieder wie früher und umarmt ihre Mutter sogar an ihrem Geburtstag. ""Es war das beste Geschenk, das ich haben konnte, und ich musste nicht einmal danach fragen." Auch gesundheitlich geht es aufwärts.

Das tapfere Mädchen hat jetzt die Hälfte ihrer Behandlung hinter sich, ihr Gesundheitszustand hat sich sehr verbessert. Anaya kann sich sogar schon wieder mit ihren Freunden treffen, die während der Chemotherapie alle an sie gedacht haben und ihr kleine Geschenke haben zukommen lassen. (lha)