Gitterbett, Nestchen & Co.

Sicheres Babybett: Geborgener Schlaf in den ersten Lebensjahren

Das kuschelige Babybett ist einer der Lieblingsorte für die kleinen Langschläfer: Deshalb ist die Sicherheit beim Bettchen besonders wichtig.
© iStockphoto, Jelena Jovic

08. September 2020 - 15:13 Uhr

Kinderbettchen: Die Sicherheit zählt

Während der ersten Lebensmonate und -jahre verbringt der Nachwuchs die meiste Zeit schlafend. Daher sollten Sie bei der Anschaffung eines Kinderbettchens nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Sicherheit achten. Betten für Babys verfügen über Gitterstäbe, sodass die Kleinen vor dem Herausfallen geschützt sind. Sehr wichtig sind auch die verwendeten Materialien wie Lacke und Lasuren. Sobald er sich eigenständig hochziehen kann, nuckelt der Nachwuchs gerne am oberen Rand der Gitterstäbe, sodass unbedingt ungiftige Materialien gewählt werden sollten. Achten Sie beim Kauf auf offizielle Prüfsiegel wie etwa das GS-, DIN- oder TÜV-Zeichen. 

Bei Gitterbetten für Babys auf den Sprossenabstand achten

Die gängigen Maße für Babybetten sind 140 x 70 cm. Anders als Beistellbettchen sind sie zu allen Seiten hin geschlossen und werden nicht am Elternbett eingehängt. Kopf- und Fußteil eines Gitterbettchens sind meist aus Massivholz oder beschichteter Holzfaserplatte gearbeitet. Damit das Baby vor dem Herausfallen geschützt ist, verfügen die Seiten über stabile Sprossen aus Massivholz. Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den einzelnen Sprossen mindestens 45 Millimeter und maximal 65 Millimeter beträgt, damit das Kind seinen Kopf nicht hindurch stecken kann. 

Ab welchem Kindesalter lässt sich ein Gitterbettchen nutzen?

Gitterbetten für Babys verfügen über einen höhenverstellbaren Lattenrost und eignen sich bereits für Neugeborene. Am Anfang sollten Sie den Lattenrost auf die höchste Position stellen, sodass Sie den Säugling rückenschonend aus dem Bettchen heben können.

Der Abstand vom Lattenrost zur Oberkante muss mindestens 30 cm betragen. Wird das Baby lebhafter, wird der Rost um eine Stufe abgesenkt, um ein Herausklettern und Stürze zu verhindern. Sobald der Nachwuchs sich alleine nach oben zieht, müssen Sie die tiefste Stellung wählen. Hier sollte der Abstand zur Oberkante mindestens 60 cm betragen. 

Warum verfügen Babybetten über Schlupfsprossen?

Die meisten Gitterbettchen verfügen seitlich über drei Schlupfsprossen, die sich herausnehmen lassen. Durch die Öffnung können Kleinkinder das Bett selbstständig verlassen und wieder hineinsteigen. Dies beugt Gefahren vor, da das Kind so nicht in die Versuchung gerät, über die Seitenteile zu klettern, und dabei möglicherweise herunterfällt.

Besonders von Vorteil ist es auch, wenn das Baby lernt, trocken zu werden. So kann es auch ohne die Hilfe der Eltern vom Bett aus zum Töpfchen huschen. Viele Gitterbetten lassen sich später zu einem Kinderbett umbauen. Hierfür werden einfach die Seitenteile entfernt. 

Was bringen Nestchen für Babybetten?

Das Nestchen ist eine weich gepolsterte Stoffverkleidung, die das Kinderbettchen am Kopfteil sowie den vorderen Bereichen der Seitenteile auskleidet. Es wird mithilfe von Bändern an den Gitterstäben oder am oberen Rand befestigt und bietet dem Kind Schutz und Geborgenheit. Wird das Baby agiler, schützt die Polsterung das Köpfchen vor Stößen. Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, dass das Nestchen nach Möglichkeit bei 60 Grad gewaschen werden kann. Gleiches trifft natürlich auch auf die Bettwäsche zu. 

Wozu dient ein Himmel über dem Babybett?

Der Himmel aus luftigem Stoff schützt das Neugeborene vor Zugluft und schenkt ihm ein Gefühl von Geborgenheit. Die Befestigung der Himmelstange am Babybett erfolgt mittels einer Schraubverbindung am Kopfteil. Der Stoffhimmel wird anschließend über das Metall gefädelt und hängt seitlich herunter. Da er dem Kind jedoch die Sicht nimmt, eignet er sich nur für die ersten Lebensmonate. Wie auch beim Nestchen ist auch beim Himmel darauf zu achten, dass der Stoff bei 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden kann. 

Achten Sie beim Kauf eines Babybetts auf Sicherheit

In der Regel nutzen Kinder das Gitterbettchen bis zum Alter von 2 bis 3 Jahren, spätestens dann sollten die Gitterstäbe entfernt werden. Achten Sie beim Kauf des Bettchens auf eine ausreichende Stabilität und überzeugen Sie sich, dass keine scharfen Kanten und Ecken vorhanden sind.

Möchten Sie das Babybettchen mit einem Himmel versehen, muss die Himmelstange unbedingt fest montiert werden, damit Sie sich nicht lösen kann. Hierfür verfügen die Modelle über zwei Schraubklemmen, eine am oberen Kopfteil und eine für den unteren Bereich des Kopfteils. 

Eine Anschaffung für mehrere Jahre

Haben Sie sich für ein bestimmtes Babybett entschieden, fehlt Ihnen noch eine kindgerechte Matratze, auf der Ihr kleiner Liebling gut schlafen kann. Achten Sie auch hier auf natürliche, luftdurchlässige Materialien ohne chemische Schadstoffe. Nestchen und Himmel sind in vielen verschiedenen Designs erhältlich. Ebenso wie die Bettwäsche sollten sie regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden.

Das ideale Babybett wird Ihren Nachwuchs über mehrere Jahre hinweg begleiten, anfangs nur zum Schlafen, später auch als gemütliche Spielfläche und manches Mal auch als Laufstall-Ersatz.