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Schwerer Corona-Verlauf mit Delta-Variante: Adrian (2) kämpft ums Überleben

Der Kleine mit schwerem Corona-Verlauf muss künstlich beatmet werden

An Delta-Variante erkrankt: Zweijähriger Adrian kämpft ums Überleben

2-Jähriger an Corona erkrankt - das sagt seine Mutter Kleinkind auf Intensivstation
01:10 min
Kleinkind auf Intensivstation
2-Jähriger an Corona erkrankt - das sagt seine Mutter

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Im Video: Adrians Mutter dachte, ihr Sohn hätte nur etwas Husten

Als Mama Tiffany Jackson (21) Anfang der letzter Woche Krankheitssymptome bei ihrem zweijährigen Sohn Adrian James feststellt, denkt sie erst einmal nicht an Covid-19. Niemand sonst war erkrankt, außerdem hatte der Kleine nur etwas Husten – nichts, was ein bisschen Hustensaft nicht heilen könnte. Doch es sollte leider ganz anders für den kleinen Adrian kommen: Mittlerweile muss der Zweijährige künstlich beatmet werden und kämpft ums Überleben. Adrian hat sich mit der aggressiven Delta-Variante des Corona-Virus infiziert, welche sich in einigen Teilen der USA aktuell rasant verbreitet.

Adrian hat Hoffnung auf Genesung

Der kleine Patient Adrian gehört laut der Nachrichtenagentur Reuters zu den mehr als 840.000 Kindern unter vier Jahren, die sich seit dem Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten mit Covid-19 angesteckt haben. Und auch, wenn in den USA weniger als ein Prozent der erkrankten Kinder zur Behandlung ins Krankenhaus müssen, will Adrians Mutter andere warnen.

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„Ich will einfach, dass Menschen realisieren, wie ernst es ist“, sagt sie gegenüber Reuters. Sie hoffe, dass Adrians Geschichte dazu führe, dass sich Leute bewusst machen, was es bedeuten kann, wenn sich Menschen mit schwachem Immunsystem, wie etwa Kinder oder ältere Menschen, mit dem Virus infizieren. In Adrians Fall gibt es allerdings Grund zur Hoffnung: In den letzten Tagen sollen seine Lungen wieder mehr beim Atmen mitgearbeitet haben und es sei möglich, dass er bald vom Beatmungsgerät genommen werden könne. Laut einer britischen Studie ist das Risiko, nach einer Ansteckung mit der Delta-Variante ins Krankenhaus zu kommen, übrigens doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante.

Noch unklar, ob Kleinkinder gegen Covid geimpft werden sollen

In den USA sind seit Ausbruch der Pandemie rund 520 Kinder an den Folgen des Virus gestorben, berichtet Reuters. Noch in diesem Monat soll entschieden werden, ob der Pfizer/BioNTech-Impfstoff in den USA für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren freigegeben werden soll. Danach solle auch eine Entscheidung für Kinder unter fünf Jahren folgen. In Deutschland hat die e Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen Corona impfen zu lassen. (lsc)