Schutz vor dem Verschlucken

Schluckauf beim Baby: Was tun?

Natürlicher Schutz vor dem Verschlucken: Besonders nach dem Stillen oder dem Füttern kann der Schluckauf bei dem Baby auftreten. Was Sie gegen das Hicksen tun können und was zu beachten ist, wenn das Baby oft Schluckauf hat.
Natürlicher Schutz vor dem Verschlucken: Besonders nach dem Stillen oder dem Füttern kann der Schluckauf bei dem Baby auftreten. Was Sie gegen das Hicksen tun können und was zu beachten ist, wenn das Baby oft Schluckauf hat.
© iStockphoto, Konstantin Postumitenko

16. September 2020 - 12:27 Uhr

Schluckauf kann beim Baby bereits im Bauch auftreten

Bereits im Mutterleib kann es beim Baby zum Schluckauf kommen. Auch in der Zeit nach der Geburt und in den ersten Monaten kann das Hicksen beim Baby auftreten. Vor allem nach dem Füttern oder Stillen kann es passieren, dass das Baby Schluckauf bekommt. Der Grund hierfür ist keine Erkrankung, sondern die noch nicht voll aufgebaute Muskulatur des Zwerchfells. Wird die Zwerchfellmuskulatur unregelmäßig zusammengezogen, schließt sich der Deckel des Kehlkopfs. Ist er geschlossen, wird die eingeatmete Luft gegen ihn gestoßen und führt zum Schluckauf.

Der Schutz vor dem Verschlucken

Ihr Baby hat Schluckauf nach dem Stillen? Dies bedeutet nicht, dass es krank sein muss. Das Hicksen ist für das Kind gut, da es vor dem Verschlucken der Milch schützt. Auch der Rücklauf der getrunkenen Muttermilch oder Flaschenmilch vom Magen in den Mund wird damit verhindert.

Doch der Schluckauf ist nicht nur ein Schutz vor dem Verschlucken, sondern ist für das Baby zugleich ein wichtiges Training der Muskulatur von Rippen und Zwerchfell. Wenn das Hicksen beim Baby vorkommt, brauchen Sie deshalb nicht zu befürchten, dass es sich verschluckt hat, sondern im Gegenteil sich selbst vor dem Verschlucken schützen kann.

Was Sie gegen den Schluckauf tun können

Natürlich ist es für das Baby anstrengend, wenn es Hicksen muss. Dies ist nicht anders als bei uns Erwachsenen. Wichtig ist, dass der Säugling nach jedem Trinken ein Bäuerchen macht. Dazu können Sie das Baby halten und ihm leicht auf den Rücken klopfen. Dies hilft Ihrem Baby dabei, das für das Kind erleichternde Bäucherchen zu machen.

Sie können Ihrem Baby darüber hinaus helfen, wenn der Schluckauf zu intensiv wird und es entspannen. Sie können Ihrem Kind etwas vorsingen, während Sie es auf dem Arm halten. Sie können es streicheln, damit es zur Ruhe kommt. Auch die Massage der Fußsohlen kann dem Säugling helfen, sich zu entspannen.

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Das Baby vor Kälte schützen

Ausgelöst werden kann der Schluckauf übrigens auch durch Kälte und durch Schwankungen der Temperatur. Wichtig ist deshalb, dass die Kleidung des Babys an die jeweiligen Witterungsverhältnisse angepasst ist.

Dazu gehört auch, dass das Kind Söckchen anhat, wenn es im Sommer draußen windig ist. Die Fußsohlen sind sehr empfindlich und wie wir Großen kann der Säugling schnell kalte Füße bekommen. Diese wiederum können zum Hicksen führen. Im Bett kann ein warmes Kirschkernkissen für Entspannung sorgen. Es ist aber wichtig, dass es nicht zu heiß ist und darauf geachtet wird, dass es genug Abstand zum Baby hat.