Ihr Sohn Carl kam durch einen geplanten Kaiserschnitt zur Welt

Sandra Kuhn nach ihrem Kaiserschnitt: „Gebt euch die Zeit, die ihr braucht“

30. Oktober 2019 - 9:16 Uhr

VIDEO: Sandra Kuhn spricht über ihre Erfahrungen nach dem Kaiserschnitt

Jedes dritte Kind kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Auch RTL-Moderatorin Sandra Kuhn brachte Ende Oktober ihr zweites Kind, Söhnchen Carl, per Kaiserschnitt zur Welt. Nach vier Tagen durfte sie das Krankenhaus verlassen. Schmerzen an der Narbe hat die 37-Jährige aber immer noch. Warum sich Sandra ein zweites Mal für einen Kaiserschnitt entschieden hat und was sie anderen Müttern rät, sehen Sie im Video.

Sandra Kuhn war ein halbes Jahr nach der ersten Geburt wieder schwanger

Ein halbes Jahr nach ihrem ersten Kind wurde Sandra wieder schwanger. Da ihre Naht noch ziemlich frisch war, riet ihr der Arzt, wie bei Töchterchen Leni, auch ihren Sohn per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen. Und so geschah es dann auch. Alles verlief super bei Sandra und in nur kurzer Zeit stand sie schon wieder auf den Beinen. Sie hätte es aber auch in Kauf genommen, wenn sie noch zwei Wochen hätte im Bett liegen müssen.

Deshalb möchte sie alle anderen Mütter, bei denen es nach einem Kaiserschnitt nicht so schnell geht, beruhigen: "Jeder Körper ist anders. Jeder braucht sein eigene Zeit, sein eigenes Tempo. Das ist doch alles gar kein Thema. Ich verurteile auch niemanden, der sagt, ich gehe nach einer Woche wieder arbeiten. Arbeiten kann die Moderatorin aber nicht sofort. Dafür ist sie noch nicht fit genug.

Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen oder Angst vor natürlicher Geburt

Immer mehr Kinder kommen per Kaiserschnitt auf die Welt. 2017 lag der Anteil laut Statistischem Bundesamt bei 30,5 Prozent. Mögliche Gründe für einen Kaiserschnitt: Medizinische Ursachen wie zum Beispiel eine Beckenendlage des Kindes oder die Angst vor einer natürlichen Geburt. Der Vorteil: Eine bessere Planbarkeit. Doch ein Kaiserschnitt birgt auch Risiken für nachfolgende Schwangerschaften. In seltenen Fällen kann die Gebärmutter während einer späteren normalen Geburt reißen. Außerdem wächst der Mutterkuchen bei Schwangerschaften nach einem Kaiserschnitt etwas häufiger im unteren Bereich der Gebärmutter. Dadurch versperrt er den natürlichen Geburtsweg.

Rückbildung der Gebärmutter nach einem Kaiserschnitt

Normalerweise werden Frauen bei einem Kaiserschnitt nach vier bis fünf Tagen aus dem Krankenhaus entlassen. Die vollständige Rückbildung der Gebärtmutter nach einem Kaiserschnitt dauert laut Gynäkologin Dr. Marion Krawitz, wie auch bei einer Spontangeburt, sechs bis acht Wochen. Ihre Empehlung: Genau wie bei einer natürlichen Geburt sollten Mütter Rückbildungsgymnastik betreiben, da die Schwangerschaft allein schon eine Belastung für den Beckenboden darstellt. Außerdem sollte die nächste Schwangerschaft möglichst erst nach einem Jahr eintreten. Alle Fakten zum Kaiserschnitt können Sie hier lesen!