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Das ist die Erklärung

Warum werden Kartoffeln manchmal einfach nicht gar?

Wer hin und wieder Kartoffeln kocht, weiß: In etwa 15-25 Minuten sind die Knollen in der Regel gar.
Wer hin und wieder Kartoffeln kocht, weiß: In etwa 15-25 Minuten sind die Knollen in der Regel gar.
© Getty Images/iStockphoto, YelenaYemchuk

19. März 2021 - 13:52 Uhr

Warum werden Kartoffeln manchmal einfach nicht weich?

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Kartoffeln im Schmortopf oder auf dem Sauerkraut einfach nicht gar werden? Das ist die Erklärung!

Diese Faktoren beeinflussen die Garzeit von Kartoffeln

Wer hin und wieder Kartoffeln kocht, weiß: In etwa 15-25 Minuten sind die Knollen in der Regel gar. "Dabei hängt die Kochdauer auch von der Kartoffelsorte, der Größe und Zubereitungsart ab: Mehligkochende Kartoffeln sind in der Regel schneller gar als festkochende. Und je kleiner die Kartoffeln sind oder je kleiner Sie sie schneiden, desto schneller werden sie weich", erklärt Ernährungsexpertin Nora Rieder. "Aber auch die Schale hat einen Einfluss auf die Garzeit: Geschälte Kartoffeln garen schneller als Pellkartoffen".

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Wer aber schon einmal Kartoffeln gemeinsam mit Sauerkraut beispielsweise gegart hat, wird wohl oder übel gemerkt haben: Je nach dem, mit welchen weiteren Lebensmitteln oder Zutaten die Kartoffeln gemeinsam im Topf oder Backofen gekocht werden, verlängert sich die Garzeit der Kartoffeln teilweise auf die doppelte der sonst üblichen Zeit. Weshalb ist das so?

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Säure verlängert Garzeit von Kartoffeln

"Kartoffeln enthalten viele Ballaststoffe wie Pektine, welche die Verdauung fördern, den Cholesterinspielgel senken und unter anderem dafür verantwortlich sind, dass Kartoffeln langanhaltend sättigen. In der Kartoffel selbst stabilisieren Pektine die Zellwände und sorgen dafür, dass die Kartoffeln fest sind", erklärt Rieder. Durch das Kochen lösten sich die Pektinketten und die Kartoffeln würden weich.

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"Anders sieht es jedoch aus, wenn die Pektinketten mit Säure in Kontakt kommen: Dann bleiben die Pektinketten stabil – und die Kartoffeln fest", so die Expertin. Das erklärt, warum Kartoffeln einfach nicht weich werden, wenn Sie sie mit Sauerkraut gemeinsam im Topf garen. "Sauerkraut enthält Milchsäure". Eine ähnliche Wirkung habe übrigens auch Wein.

Die Expertin empfiehlt, die Kartoffeln zunächst separat zu kochen und erst dann zu den übrigen Zutaten zu geben, wenn sie gar sind.

Und wenn Sie nun Lust auf Sauerkraut bekommen haben, finden Sie hier ein tolles Rezept für Sauerkraut-Kasseler-Auflauf.

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