RTL-Forsa-Blitzumfrage

Umfrage: Hälfte der Deutschen findet neue Corona-Maßnahmen "angemessen"

21. Januar 2021 - 8:25 Uhr

Knapp jedem Vierten gehen die neuen Corona-Einschränkungen noch nicht weit genug

Verlängerter Lockdown bis zum 15. Februar, mehr Homeoffice, eine medizinische Maskenpflicht und Schulschließungen bis Mitte Februar – das sind die neuen Bund-Länder-Entscheidungen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am Dienstagabend beschlossen haben. Doch wie sieht die Meinung in der Bevölkerung aus? Forsa hat in einer Blitzumfrage für RTL und ntv über 1.000 Menschen zu ihrer Meinung befragt.

  • 49 Prozent der Deutschen finden die gestern beschlossenen Bund-Länder-Beschlüsse alles in allem "angemessen"

  • 25 Prozent der Befragten gehen die Maßnahmen zu weit

  • 24 Prozent gehen die Maßnahmen noch nicht weit genug

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Die Mehrheit der Deutschen glaubt: Der Lockdown wird nochmal verlängert

Durch die am Dienstagabend beschlossenen Corona-Maßnahmen soll der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert werden. Die Mehrheit der Deutschen glaubt allerdings, dass darüber hinaus, also nach dem 14. Februar, noch weiter verlängert wird.

70 Prozent der Befragten glaubt, dass die Maßnahmen sogar nochmal verschärft werden. Was weitere Öffnungen angeht, sind die meisten Befragten skeptisch. Knapp jeder Vierte geht davon aus, dass nach dem 14. Februar damit begonnen wird, die Beschränkungen schrittweise zu lockern.

Knapp 50 Prozent für Homeoffice-Pflicht

Gut zwei Drittel der Bürger (69 Prozent) fänden es gut, wenn die Bundesregierung in der aktuellen Situation mehr Kompetenzen in der Bildungspolitik hätte und beispielsweise einheitlich festlegen könnte, ab wann in welchen Klassen wieder Präsenzunterricht stattfindet. 24 Prozent – überdurchschnittlich häufig die Anhänger der FDP - fänden dies nicht gut.

Arbeitgeber müssen den neuen Beschlüssen zufolge nun überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. Nach Meinung von 48 Prozent der Befragten wäre eine Homeoffice-Pflicht besser gewesen, also dass Beschäftigte grundsätzlich im Homeoffice arbeiten müssen, außer wenn dies nachweislich nicht möglich ist. 47 Prozent hätten eine solche Homeoffice-Pflicht nicht besser gefunden.

Jeder Dritte glaubt an den Sommerurlaub in Deutschland

Wenn es um den Sommerurlaub geht, überwiegen bei der Mehrheit der Deutschen positive Aussichten. Rund jeder Dritte (35 Prozent) glaubt, dass es im Sommer wieder möglich sein wird, Urlaub zu machen, aber nur in Deutschland.

Ein weiteres Drittel (33 Prozent) geht davon aus, dass dies sowohl im Inland als auch im Ausland möglich sein wird. Ein Viertel (24 Prozent) rechnet nicht damit, dass man im Sommer wieder Urlaub in Deutschland oder im Ausland machen kann. Mehr zur Hoffnung auf den Sommer, die auch Virologe Hendrik Streeck hegt, lesen Sie hier.