Deutsche stellen Bundesregierung vernichtendes Zeugnis aus

RTL/ntv-Trendbarometer: Bürger sind mit Scholz so unzufrieden wie nie

Vernichtendes Zeugnis für die Bundesregierung RTL-Trendbarometer
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Vernichtendes Zeugnis für die Bundesregierung

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Ukraine-Krieg, Energie- und Gaskrise und der Corona-Winter steht erst noch vor der Tür: die Ampel-Regierung muss viele Krisen gleichzeitig bewältigen. Knapp ein Jahr ist die neue Bundesregierung nun um Amt und macht nach Meinung der deutlichen Mehrheit der Deutschen einen schlechten Job. Das belegt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv.

Zwei Drittel gegen Scholz

Diese Werte dürften für Olaf Scholz ein heftiger Schlag in die Magengrube sein. Nur noch 35 Prozent der Deutschen sind mit seiner Arbeit als Bundeskanzler zufrieden. Fast zwei Drittel (62 Prozent) sind hingegen er Meinung, dass er einen weniger guten oder sogar schlechten Job macht. Einzig seine eigenen SPD-Parteianhänger sind noch mehrheitlich (71 Prozent) von seiner Kompetenz und seinem Führungsstil überzeugt.

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Knapp ein Jahr nach der gewonnen Bundestagswahl ist von der Euphorie der Anfangstage und dem Aufbruch also nur wenig übrig geblieben. Zugegeben: Kaum eine Regierung musste in ihrem erste Jahr gleich drei handfeste Krisen bewältigen – mit Ausnahme der ersten Nachkriegsregierung unter Konrad Adenauer.

Aber Fakt ist: Es ist das schlechteste Zeugnis, das die Deutschen Scholz bisher ausgestellt haben. Die Bürger sind mit Scholz als Kanzler so unzufrieden wie nie.

Im Video: So schlägt sich das schlechte Zeugnis auf die Umfragewerte der Parteien nieder

Bürger mit Scholz unzufrieden wie nie Vernichtendes Zeugnis für Regierung
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Habeck rutscht ebenfalls ab

Aber nicht nur der Kanzler bekommt von den Deutschen sein Fett weg. Auch die hochrangigen Vertreter seiner Regierung werden abgewatscht. Außenministerin Annalena Baerbock kommt dabei noch am besten weg. Bei ihr sind die Deutschen bezüglich ihrer Arbeit eher gespalten. Die eine Hälfte (47 Prozent) bewertet ihre Arbeit gut, die andere Hälfte (48 Prozent) ist nicht zufrieden.

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Deutlich eindeutiger ist das bei ihrem Parteikollegen und Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck. Waren die Deutschen im Juli noch mehrheitlich von der Arbeit des Bundeswirtschafts- und
-klimaministers überzeugt (57 Prozent), stellen sie ihm jetzt mehrheitlich ein schlechtes Zeugnis aus (55 Prozent unzufrieden).

Habecks schlechtes Zeugnis dürfte auch eine Folge mehrerer missglückter TV-Auftritte sein, in denen er mit Unwissen bei elementaren Wirtschaftsfragen glänzte.

 Bundeskanzler Olaf Scholz R und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck L - Plenarsitzung im Bundestag in Berlin am 6. September 2022. Allgemeine Finanzdebatte im Bundestag *** Chancellor Olaf Scholz R and Federal Minister of Economics Robert Habeck
Bundeskanzler Olaf Scholz (R) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (L) - Plenarsitzung im Bundestag in Berlin am
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Lambrecht negative Spitzenreiterin

Spitzenreiter im negativen Sinn sind aber zwei anderen Kabinettsmitglieder. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht schaffen es selbst die schlechten Werte von Scholz und Habeck noch zu toppen.

Während die Deutschen Lindner ein ähnlich schlechtes Zeugnis ausstellen wie dem Bundeskanzler (63 Prozent sind mit der Arbeit Lindners unzufrieden), bleibt SPD-Verteidigungsministerin weiterhin die unbeliebteste Politikerin der aktuellen Forsa-Umfrage. Nur 22 Prozent finden, dass sie einen guten Job macht.

Damit kann sich die SPD-Politikerin auch den siebten Monat in Folge nicht von ihrem persönlichen Sinkflug erholen, der nicht zuletzt auch durch den Hubschrauber-Skandal befeuert wurden.

Selbst die eigenen Parteigenossen sind nicht von ihr überzeugt: fast die Hälfte (49 Prozent) findet, dass sie keinen guten Job macht. (forsa/sst)

Informationen zur Forsa-Umfrage:

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL und ntv zwischen dem 09. und 12. September 2022erhoben.

Datenbasis: 1.002Befragte

Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.