Erschreckende Studie:

Rotes Fleisch kann zu Darmkrebs führen

Zuviel rotes Fleisch ist nicht gesund. Das bestätigen Ärzte immer wieder.
Zuviel rotes Fleisch ist nicht gesund. Das bestätigen Ärzte immer wieder.
© dpa, Jan Woitas, woi;cse wst jol fdt

06. August 2021 - 15:19 Uhr

Ernährungsgewohnheiten können krank machen

Zusammenhänge zwischen gewissen Ernährungsgewohnheiten und Krankheiten treten immer wieder auf das Radar der Forschung. Eine neue Studie stammt aus Boston und erschien in der Cancer Discovery. Hier wurden Daten von 900 Patienten, die an Darmkrebs erkrankt waren, analysiert.

Test mit besorgniserregendem Ergebnis

Dass verarbeitetes Fleisch und auch Wurstwaren krebsfördernd sein sollen, das hat 2015 schon die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) bekannt gegeben. Jetzt, im Jahr 2021, sind durch neue Methoden wie die Gensequenzierung noch genauere Ergebnisse möglich. Dadurch kommt jetzt auch noch der Verzehr von rotem Fleisch auf die Liste von krebserregenden Lebensmitteln. Genauer, auf die Liste der Lebensmittel, die Darmkrebs fördern. Zu dieser Einsicht führte die sogenannte Exomanalyse - ein Test, welcher sowohl im Tumor als auch in der normalen Schleimhaut der Probanden durchgeführt wurde. Was die Forscher dabei herausfanden, kann viele Menschen jetzt schockieren.

Wenn der helfende Stoff schadet

Die Forscher konnten Gewebemutationen feststellen, die auch durch den Einsatz alkylierender Substanzen auftreten. Sollen diese in hoher Dosis eigentlich Krebszellen zerstören, können sie ihn in schwacher Dosierung sogar begünstigen – sie können also krank machen!
Auffällig: Die Mutation trat bei den Teilnehmern der Studie auf, deren frühere Ernährungsgewohnheiten einen ausgiebigen Konsum von rotem Fleisch beinhalteten. Und dazu zählen Rind, Schwein, Lamm oder auch Wild. Als weißes Fleisch wird Geflügel bezeichnet. Es gilt im Hinblick auf Darmkrebs als weniger bedenklich. Am besten ist hier natürlich komplett auf Fleisch zu verzichten, oder den Verzehr zumindest einzuschränken. (vho)

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