Wer ist der Mörder von Zohre und Claus Lange?

Rödermark: Polizei sucht seit 22 Jahren nach einem Doppelmörder

26. März 2021 - 9:52 Uhr

Ehepaar aus Rödermark ermordet: Ermittler wenden sich an die Öffentlichkeit

Heute jährt sich der Mord an dem Ehepaar Zohre und Claus Lange aus Rödermark zum 22. Mal. Am 25. März 1999 wurde das Paar in ihrem Haus in der Potsdamer Straße in Rödermark brutal überfallen und ermordet. Die 55-jährige Zohre Lange wurde tot im Flur gefunden, ihr 58-jähriger Eheman im Fitnessraum. Beide wiesen schwere Kopfverletzungen auf. Die Putzfrau hatte die Leichen damals entdeckt. Der oder die Täter hatten die Badenwanne überlaufen lassen, um mögliche Spuren zu verwischen. Auch eine 19-köpfige Sonderkommission konnte den Mord damals nicht aufklären. Doch Mord verjährt nicht und deswegen suchen die Ermittler auch nach 22 Jahren weiter nach dem Täter. Wie die neu gegründete "AG Breidert" vorgeht und wie die Bevölkerung helfen kann, sehen Sie im Video.

Mord an Zohre und Claus Lange: Mehrere Gegenstände bis heute verschwunden

Uhr, Mantel und Kette: Diese Besitztümer des Ehepaars sind bis heute verschwunden.
Uhr, Mantel und Kette: Diese Besitztümer des Ehepaars sind bis heute verschwunden.
© Polizeipräsidium Südosthessen

Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Kommissariats 11 in Offenbach sowie des Hessischen Landeskriminalamtes hat die neu gegründete "AG Breidert" die Ermittlungen erneut aufgenommen. Wichtige Hinweise können hierbei die damals entwendeten Gegenstände bringen: Der oder die Täter hatten nach ihrem grausamen Verbrechen die Brillen der beiden Opfer, eine Chopard-Damenarmbanduhr, eine dreifach gelegte Damengoldkette sowie ein brauner Herren-Kamelhaarmantel mitgehen lassen. Diese Gegenstände sind bis heute unauffindbar.

5.000 € Belohnung: Wer hat etwas in Rödermark und Umgebung beobachtet?

Der Tatort: Das Haus des Ehepaares in Rödermark.
Der Tatort: Das Haus des Ehepaares in Rödermark.
© RTL Hessen

Pünktlich zum 22. Jahrestag hat die Polizei im Wohngebiet "Breidert" Flyer an die Anwohner verteilt. Mit dieser Aktion wollen sie die Anwohner bitten, sollten sie damals Beobachtungen oder Feststellungen gemacht haben und diese der Polizei bis jetzt nicht mitgeteilt haben, dies nun zu tun. Auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen können von enormer Bedeutung sein.

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters oder der Täter führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Tagsüber, von 8 bis 16 Uhr, ist das Fachkommissariat 11 unter der folgenden Rufnummer 06103 5066-683 erreichbar. Außerhalb der Bürozeiten unter der Kripo-Hotline 06181 100-1234. Hinweise können auch an die Mailadresse: AG-Breidert-RKI-Offenbach.ppsoh@polizei.hessen.de gesendet werden.

Quelle: DPA