Nachdem er einen Jungen überfahren hat, kommen weitere Verbrechen ans Tageslicht

Bruno K. ist Influencer, Totraser und soll ein Serienvergewaltiger sein

Influencer soll Massenvergewaltiger sein Nach tödlichem Unfall kommt heraus:
03:47 min
Nach tödlichem Unfall kommt heraus:
Influencer soll Massenvergewaltiger sein

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Bruno K. ist Model und Influencer. In Brasilien ist er eine Art Berühmtheit. Außerdem ist er ein Totraser und mutmaßlicher Serienvergewaltiger. Das wurde bekannt, nachdem er ohne Führerschein mit seinem Motorrad einen 16-Jährigen anfährt und tötet. RTL-Reporterin Isabel Bures hat mit der Mutter des Jungen gesprochen, die den furchtbaren Unfall hilflos mit ansehen musste – im Video.

Joaos Mutter: "Es war die dunkelste Nacht meines Lebens"

Joao
Mariana Cardim de Lima mit ihremSohn Joao.

Mariana Cardim de Lima ist Anfang August mit ihrem Sohn Joao in Barra da Tijuca in der Nähe von Rio de Janeiro unterwegs. Die beiden wollen eine Straße überqueren, als Bruno K.’s Motorrad mit etwa 150 Stundenkilometern heranrast.

Die Maschine des 25-Jährigen erfasst den Jungen, der Aufprall ist so heftig, dass sein Bein abgerissen wird. Es wird 50 Meter entfernt gefunden, berichtet der TV-Sender „O Globo“. Der 16-Jährige wird noch in eine Klinik gebracht, doch die Hilfe kommt zu spät. Er erliegt seinen schweren Verletzungen.

Seiner Mutter fällt es schwer, über das schockierende Ereignis zu sprechen. „Es war sehr traumatisch für mich. Es war die dunkelste Nacht meines Lebens“, sagt sie. Die Ärztin Priscilla de Paula ist als Ersthelferin zur Stelle. Sie berichtet: „Die Mutter war völlig verzweifelt und Joao war bewusstlos und war zunächst nicht ansprechbar.“ Sie habe eine Herzmassage durchgeführt, Joao sei wieder zu sich gekommen. Trotz seiner schweren Verletzungen habe er seine Mutter beruhigt, ihr versprochen, dass alles gut werde.

Nach dem Unfall postet Bruno K. ein Jammer-Video bei Instagram

Aussagen von Augenzeugen legen nahe, dass Totraser K. circa 150 Stundenkilometer schnell fuhr, als er Joao erwischt. Auf der Straße sind 60 Stundenkilometer erlaubt. Außerdem hat der Influencer keinen Führerschein. Und offenbar auch kein Gewissen, denn nach dem Unfall postet er ein Video bei Instagram. Darin jammert er über seine Verletzungen und dass man ihn im Krankenhaus schlecht behandelt habe. „Ich musste drei Stunden warten. (…) Sie haben mich als Mörder beschimpft. Aber ich habe überhaupt nichts falsch gemacht.“

Erst wenige Tage vor dem Vorfall war K. ohne Führerschein mit der schweren Maschine erwischt worden, musste deshalb 800 Euro Strafe bezahlen. Das hält ihn nicht davon ab, weiter rücksichtslos durch die Gegend zu rasen.

Wegen vorsätzlicher Tötung von Joao drohen Bruno K. 20 Jahre Haft

Der Fall schlägt hohe Wellen in Brasilien, viele Sender und Zeitungen berichten ausführlich. Dadurch wird bekannt, dass Bruno K. eine Reihe von Straftaten vorgeworfen werden. Es geht um Sexualverbrechen sowie Betrug. Das Ausmaß ist erschütternd.

„Die Tatsache, dass über Bruno K. in den Medien berichtet wurde, führte dazu, dass auch andere Frauen zur Polizei gingen und ihn anzeigten“, erklärt Polizeisprecher Leandro Gontijo. Insgesamt soll er mindestens 40 Frauen vergewaltigt haben.

Derzeit sitzt K. in Untersuchungshaft. Wegen vorsätzlicher Tötung von Joao drohen ihm bis zu 20 Jahren Haft. Hinzu könnten viele weitere kommen, je nach Ausgang der Polizei-Ermittlungen in Dutzenden Vergewaltigungsvorwürfen. (uvo)