Sport
Aktuelle Sportnachrichten, Ergebnisse und Spielberichte

"Revanche" - Vitali Klitschko und Lennox Lewis steigen wieder in den Box-Ring

Boxen Lennox Lewis gegen Vitali Klitschko Schwergewicht
Lennox Lewis und Vitali Klitschko lieferten sich 2003 eine legendäre Ringschlacht. © picture-alliance / ASA, Icon Sports

Klitschko vs. Lewis Teil 2

Ein Traum vieler Box-Fans wird wahr: 15 Jahre nach ihrer epischen, erbarmungslosen und blutigen Faustschlacht um die Meisterschaft aller Klassen steigen Vitali Klitschko und Lennox Lewis zu einer Revanche in den Ring.

Schaukampf in Kiew

Wie der Box-Weltverband WBC bestätigte, lassen die ehemaligen Schwergewichts-Champions während eines WBC-Kongresses in Klitschkos Heimatstadt Kiew bei einem Schaukampf die Fäuste fliegen. Der WBC tagt vom 30. September bis 5. Oktober im Fairmont Grand Hotel in Kiew. Offen ist, wie ernst es bei dem Duell zur Sache gehen soll, ob die Rivalen von einst etwa mit Kopfschutz boxen oder nicht.

Klitschko, mittlerweile 46 und Bürgermeister Kiews, und Lewis, 52, sind seit ihrem denkwürdigen Kampf im Juni 2003 gut befreundet. Im Staples Center von Los Angeles hatte Klitschko den damals unumstrittenen Schwergewichts-Weltmeister Lewis herausgefordert.

Vor 15 Jahren: Legendäre Ringschlacht in Los Angeles

MANNHEIM, GERMANY - MARCH 10: Vitali Kitschko (L) of Ukraine speaks as Lennox Lewis (R) of Great Britain looks on prior to the IBO and IBF World Heavyweight Championship fight between Wladimir Klitschko and Ray Austin at the SAP Arena on March 10, 20
Vitali Klitschko und Lennox Lewis - hier mit RTL-Moderator Florian König - sind seit ihrem WM-Fight gut befreundet. © Bongarts/Getty Images, Bongarts

Es entwickelte sich ein erbittertes Gefecht, bei dem Klitschko den Briten in Runde 2 mit schweren Hämmern an den Rand der Niederlage brachte. Lewis rettete sich in die Ringpause und fügte dem Ukrainer in der 3. Schicht des Duells einen zwei- bis dreifingertiefen Cut über dem linken Auge zu.

In Bächen schoss "Dr. Eisenfaust" das Blut aus der Wunde – Klitschko aber kämpfte unverdrossen weiter, setzte dem Champion auch in Runde 5 mächtig zu. Nach der sechsten Runde, in der Klitschko einen rechten Monster-Aufwärtshaken mit seinem Kinn parierte, als wäre es eine Ohrfeige von Mama, hatte Ringrichter Lou Moret genug Blut gesehen und gerochen. Der kleine Amerikaner brach das Gemetzel der Giganten (2,01 Meter Klitschko, 1,96 Meter Lewis) ab und erklärte den völlig ausgepumpten Titelverteidiger zum Sieger.

Kampfabbruch brachte Klitschko auf die Palme

Eine Entscheidung, die Klitschko in Rage brachte, schließlich lag der Ukrainer bei den drei Punktrichern mit 58:56 vorne. Der damals 31-Jährige forderte noch im Ring wutentbrannt ein Rematch. Diesen Gefallen tat ihm Lewis allerdings nicht, sondern hängte die Boxhandschuhe Anfang 2004 an den Nagel. Klitschko trat das Erbe des Engländers an, schnappte sich noch zweimal die Krone des Schwergewichts-Champions – betonte aber mangels ernsthafter Konkurrenz in all den Jahren, dass ihn eigentlich nur ein Rückampf mit Lewis wirklich reize. Jetzt bekommt er ihn – wenigstens irgendwie, ein bisschen und in aller Freundschaft.

Mehr Sport-Themen