Misshandelt, vergewaltigt, bedrohtMann (31) soll Ex-Freundin tagelang in Wohnung festgehalten haben

„Er soll sie mit einem Klebeband gefesselt und ihr den Mund verklebt haben.“
Es müssen unvorstellbare Qualen gewesen sein, die eine 21-jährige Wilhelmshavenerin offenbar sechs Tage lang über sich ergehen lassen musste. Ihr Ex-Partner soll sie mit dem Auto entführt und in einer Wohnung an der Elbchaussee misshandelt, vergewaltigt und bedroht haben. Am Mittwoch (14. Februar) begann der Prozess gegen den 31-Jährigen in Hamburg.
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Schreckliche Details kommen ans Licht
Insgesamt sind es acht Straftaten, die ihm vor dem Hamburger Landgericht vorgeworfen werden. Am Abend des 26. August 2023 soll er seine Ex-Partnerin in Wilhelmshaven mit einem Messer bedroht und ins Auto gezerrt haben. Es folgen offenbar Tage der Folter für die 21-Jährige.
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Auf der Rückbank soll der Angeklagte der Frau den Finger ins Auge gedrückt haben, bis es anfing zu bluten. Er soll ihr in den Arm gebissen und sie weiterhin mit dem Messer bedroht haben. „Sie habe die Taten über sich ergehen lassen, aus Angst der Angeklagte könnte ihr etwas antun“, heißt es im Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Ein Begleiter soll die beiden dann nach Hamburg gefahren haben, in die ehemals gemeinsame Wohnung an der Elbchaussee.
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Er soll sie mit Pfefferspray und Gürtel misshandelt haben
„Er soll sie mit einem Klebeband gefesselt und ihr den Mund verklebt haben. Er soll ihr mit Folter gedroht haben und immer wieder körperlich auf sie eingewirkt haben,“ erzählt Staatsanwältin Liddy Oechtering im Gespräch mit RTL. Auch vor der Misshandlung mit Pfefferspray und einem Gürtel soll der Angeklagte nicht zurückgeschreckt haben.
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Schließlich habe der Mann sie offenbar so stark gewürgt, dass sie das Bewusstsein verlor. Auf noch unbekannte Weise gelang es ihr nach fünf Tagen ihre Familie zu kontaktieren. Nachdem ihr Vater die Polizei rief, nahmen die Beamten den 31-Jährigen fest und brachten die Frau in die ersehnte Freiheit.
Angeklagter streitet alles ab
Die schwerste Tat, die dem 31-Jährigen vor Gericht vorgeworfen wird, ist Vergewaltigung. „Das Strafmaß erstreckt sich von zwei bis 15 Jahren Freiheitsstrafe, möglicherweise auch Sicherheitsverwahrung“, so Oechtering weiter. Mit einem Urteil ist allerdings frühestens im Mai zu rechnen.
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„Der Angeklagte bestreitet die Tatvorwürfe. Wir formulieren gerade eine schriftliche Einlassung. Bei diesen Tatvorwürfen muss man sich genau überlegen, wie man sich verhält“, sagt seine Verteidigerin heute (14. Februar) vor Gericht. Dafür haben sie noch Zeit bis Freitag (16. Februar), denn da geht die Verhandlung in die nächste Runde.



