RTL-Corona-Talk mit Prof. Uwe Janssens

Höchststand auf Intensivstationen an Weihnachten erwartet

01. Dezember 2021 - 15:34 Uhr

Intensivstationen kommen an ihre Grenzen

Die letzten Wochen vor Weihnachten stehen an und die pandemische Lage sieht nach wie vor nicht besonders gut aus. Die Inzidenzen steigen und vor allem füllen sich die Intensivstationen , sodass sogar davor gewarnt wird, Extremsport zu betreiben und im Straßenverkehr besonders wachsam zu sein.

Wie schlimm die Lage auf den Intensivstationen tatsächlich ist und was uns zu Weihnachten noch erwartet, darüber spricht der Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens heute im RTL Corona-Talk mit Nele Balgo.

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3.000-4.000 Intensivbetten fehlen

Nach wie vor fehlen in den Krankenhäusern drei- bis viertausend Intensivbetten. Das liegt zum einen daran, dass die Politik noch immer nicht den Regelbetrieb in den Krankenhäusern eingestellt hat, zum anderen daran, dass viel Pflegepersonal während der Pandemie gekündigt hat. Hinzu kommt außerdem die Heftigkeit dieser vierten Welle, die dafür sorgt, dass die Aufnahmeraten in den Krankenhäusern enorm hoch sind.

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Die Maßnahmen, die jetzt zur Bekämpfung eingeführt werden, werden wohl erst langsam greifen, sodass uns die jetzige Situation auch noch die nächsten Wochen begleiten wird, meint Prof. Uwe Janssens.

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Schlimmster Punkt ist noch nicht erreicht

Stand jetzt seien weniger, als 10 Prozent der Intensivbetten in vielen Bundesländern frei, sagt Prof. Uwe Janssens. Verschiebbare Eingriffe müssen nun wirklich verschoben werden, appelliert er, damit die Intensivstationen entlastet werden. Dass das nötig ist, ist "das Ergebnis einer untätigen Maßnahmenpolitik", so der Intensivmediziner. Dabei muss sehr genau darauf geachtete werden, ob eine solche Verschiebung für den Patienten oder die Patientin vertretbar ist.

Der Höhepunkt der Welle sei noch nicht erreicht – bis Weihnachten und Neujahr rechne man mit sechs-bis siebentausend Covid-Patient*innen auf den Intensivstationen, sagt Prof. Janssens. (lan)

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