Emotionale Rede nach dem Megxit

Prinz Harry: "Es gab keine andere Option"

20. Januar 2020 - 7:53 Uhr

Prinz Harry stellt Dinge klar

Das war's mit dem Megxit. Nachdem Prinz Harry und Herzogin Meghan am 8. Januar auf ihrer Instagram-Seite verkündet haben, künftig alle royalen Pflichten niederlegen zu wollen, wurde jetzt eine endgültige Entscheidung getroffen. Die Sussexes werden ihre Titel "Ihre Königliche Hoheit" ablegen und ab sofort unabhängig vom Königshaus und den staatlichen Geldern leben. Bei einem Termin seines Charity-Projekts Sentebale äußerte sich Prinz Harry jetzt zum ersten Mal öffentlich zu den Entwicklungen und seinem neuen Leben - emotionaler hätte die Rede kaum sein können.

"Ich möchte, dass ihr die Wahrheit von mir erfahrt"

Auch, wenn die Entscheidung und alle Neuigkeiten bereits in einem öffentlichen Statement von Queen Elisabeth, seiner Großmutter, verkündet wurden, scheint der Herzog von Sussex das Bedürfnis gehabt zu haben, selbst für Klarheit zu sorgen und mit Missverständnissen aufzuräumen. Deshalb nutzte er den Termin seiner Wohltätigkeitsorganisation in einem Restaurant in London, um zu seinen Supportern zu sprechen. "Es macht mich sehr traurig, wie es gekommen ist", beteuerte er gleich zu Beginn und erklärte: "Die Entscheidung, die ich getroffen habe, dass meine Frau und ich zurücktreten, habe ich nicht leichtfertig getroffen. Es waren so viele Monate der Gespräche nach so vielen Jahren der Herausforderungen. (...) Es gibt keine andere Option."

Dann ließ Harry zum ersten Mal einen Grund für seinen und Meghans Exit verlauten, den sich viele bereits gedacht haben dürften: Die zermürbende Vorgehensweise der britischen Medien: "Als ich vor 23 Jahren meine Mutter verlor, haben Sie mich unter Ihre Fittiche genommen. Sie haben so lange auf mich aufgepasst, aber die Medien sind eine mächtige Kraft. Ich hoffe, dass unsere kollektive Unterstützung füreinander eines Tages stärker sein kann als das." Seit Bekanntgabe ihrer Beziehung waren Harry und Meghan von der Presse und Paparazzi gejagt worden. Fans gehen sogar so weit, zu sagen, dass die bürgerliche Meghan einer Art Mobbing ausgesetzt gewesen sei. Weil Harry schon seine Mutter in Folge einer Verfolgungsjagd durch die Presse verloren hat, sei ihm ein Leben ohne Nutzung öffentlicher Mittel wichtig.

Doch kein endgültiger Umzug nach Kanada?

Die größte Überraschung seiner Rede: Obwohl bereits alle Vorbereitungen für einen dauerhaften Umzug seiner Familie nach Kanada laufen, scheint Harry sein Land widererwarten doch nicht ganz verlassen zu wollen: "Was ich klarstellen möchte, ist, dass wir nicht weggehen und sicherlich nicht von Ihnen weggehen." Ob er sich damit für eine Teillösung - also ein Leben in Kanada UND Großbritannien ausspricht? Unklar. Aber Harry machte deutlich: "Großbritannien ist meine Heimat und ein Ort, den ich liebe. Das wird sich niemals ändern." Außerdem wolle er auch zukünftig "ein Leben im Dienste" führen, also im Sinne des britischen Königshauses - es werde sich also an seinen Aufgaben nichts ändern. Auch das klang kürzlich noch anders - schließlich hat sich das Paar in einem Statement von sämtlichen royalen Pflichten freigesprochen.

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