Späte Einsicht?

Prinz Andrew akzeptiert Zustellung der Zivilklage: Gerichtsdokumente konnten endlich zugestellt werden

Prinz Andrew akzeptiert nun doch die Missbrauchsklage
Prinz Andrew akzeptiert nun doch die Missbrauchsklage
© deutsche presse agentur

25. September 2021 - 11:27 Uhr

Prinz Andrew akzeptiert nun doch die Missbrauchsklage

Der Streit um die Zustellung einer Zivilklage gegen Prinz Andrew (61) wegen sexuellen Missbrauchs ist beendet. Die US-Anwälte des zweitältesten Sohns von Queen Elizabeth II. (95) bestätigten den Eingang der Gerichtsdokumente.

Bis zum 29. Oktober Zeit zu antworten

Zuvor hatten sie mit allen Mitteln versucht, zu verhindern, dass die Papiere zugestellt werden. Wie britische Medien berichteten, haben Andrews Anwälte im Gegenzug für die Eingangsbestätigung nun bis Ende Oktober und damit rund zwei Wochen länger Zeit, auf die Schadenersatzklage zu antworten. Mit der Einigung scheinen die monatelangen Bemühungen des Anwaltsteams von Prinz Andrew, die Klage von Virginia Giuffre von vornherein zu blockieren, vorerst beendet.

Fall wird mit Epstein-Skandal in Verbindung gebracht

Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre (38) wirft dem Royal vor, sie vor gut 20 Jahren als 17-Jährige mehrmals sexuell missbraucht zu haben. Der Neunte der britischen Thronfolge streitet die Anschuldigungen strikt ab. Der Fall ist verbunden mit dem Missbrauchsskandal um den mittlerweile gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein. Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein. Dieser soll gemeinsam mit seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell jahrelang Dutzende Mädchen und junge Frauen in seine Abhängigkeit gebracht und sexuell missbraucht sowie anderen Männern zur Verfügung gestellt haben.

DPA/(lkr)