"Den Schock verdaut man erst so langsam mit der Zeit"

SUV-Unfall in Berlin fordert vier Todesopfer: Nachbarn trauern um Birgit aus Hessen

13. September 2019 - 9:39 Uhr

SUV-Unfall in Berlin: Porsche raste aus bislang unbekannten Gründen auf den Gehweg

Bei dem heftigen Autounfall in Berlin-Mitte am vergangenen Freitag kamen vier Menschen ums Leben. Der Porsche-SUV raste direkt auf eine Kreuzung und erwischte die Fußgänger. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren, ein dreijähriger Junge und seine 65-jährige Oma starben noch an der Unfallstelle. Am Wohnort von Birgit R., eins der Todesopfer, herrscht große Trauer. Im Video erzählen sie uns, wie betroffen sie sind.

Birgit hatte sich auf ihre Familie in Berlin gefreut

Die Polizei prüft, ob ein medizinischer Notfall beim Fahrer des Wagens die Ursache gewesen sein könnte. Während die Ursache noch ermittelt werden muss, trauern Angehörige und Nachbarn um die verstorbenen Menschen. Der Unfall in Berlin-Mitte hat vier Leben gekostet. Ein Schock auch für Birgits Nachbar Hans-Herbert Seng. Er erinnert sich an vieles, was er mit der Familie unternommen hat. "Birgit war ein sehr bedächtiger, ausgeglichener Mensch", beschreibt er sie im RTL-Interview. "Man hat ihr auch gerne zugehört, wie sie mit den jungen Menschen umgegangen ist. Das konnte sie gut. Und dann war sie im Ort aktiv, im Tennisclub. Als Vorsitzende", erzählt Seng weiter.

Birgit hatte sich laut Seng sehr auf ihre Familie in Berlin gefreut, vor allem auf ihren Enkel. "Paar Tage zuvor spricht man noch miteinander und dann passiert das innerhalb Sekunden. Und als ich das am Samstagvormittag gehört hatte. Ich konnte nichts denken. Nichts tun. Es war einfach so, dass man nur in sich dann versunken ist", erzählt der betroffene Nachbar. Bei dem schrecklichen Unfall starb nicht nur Birgit, sondern auch ihr dreijähriger Enkelsohn, auf den sie sich so sehr gefreut hatte.