Damit der Betrieb weiterläuft

Piks-Bonus! Firmenchef zahlt ALLEN geimpften Mitarbeitern bis zu 1.500 Euro

Geimpfte Mitarbeiter der Firma Meban aus Neubrandenburg bekommen eine Prämie.
Geimpfte Mitarbeiter der Firma Meban aus Neubrandenburg bekommen eine Prämie.
© Pla2na / Shutterstock.com, SpotOn

25. November 2021 - 16:20 Uhr

Prämie für Geimpfte kurz vor Weihnachten

Das Infektionsrisiko nimmt angesichts der steigenden Zahl von Corona-Fällen weiter zu. Schnell können Mitarbeiter das Virus da unbemerkt ins Unternehmen schleppen. Um die Büros möglichst sicher zu machen, wurde eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz eingeführt. Die Firma Meban aus Neubrandenburg setzt auch auf die Impfbereitschaft ihrer 70 Mitarbeiter. Deshalb zahlen sie allen Geimpften im Betrieb jetzt eine Impfprämie. "Die kriegen jetzt Geld, mit dem sie nicht gerechnet haben. Das finden die toll", sagt Stefan Schewe, Firmenchef von Meban, im Gespräch mit RTL. Erst gestern habe Schewe die Mitarbeiter darüber informiert, schon gebe es Interessenten für eine Erstimpfung.

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Zwei Ungeimpfte haben schon Interesse bekundet

Das Unternehmen will, dass sich trotz 3G-Regelung alle Mitarbeiter, egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft, alle fünf Arbeitstage testen lassen. Weil das einige geimpfte Mitarbeiter als ungerecht empfinden könnten, bekommen sie jetzt eine Prämie. 500 Euro pro Piks gibt es direkt aufs Konto, mit einer dritten Boosterimpfung sind also insgesamt 1.500 Euro drin. Auch der Deutsche Arbeitgeberverband forderte solche Prämien schon.

Chef Stefan Schewe weiß, dass es in der Firma auch ungeimpfte Mitarbeiter gibt, die keinen Hausarzt haben oder denen die Terminsuche für ein Impfzentrum bislang zu aufwendig war. Die Prämie soll für sie auch ein Anreiz sein. "Es gab heute schon zwei Kollegen, die gesagt haben, kannst Du mir da einen Arzt empfehlen", so Schewe. Das Angebot gilt noch bis Ende Januar 2022. Auch alle Mitarbeiter, die schon im Frühjahr die Covid-Impfung bekommen haben, profitieren.

Für Mitarbeiter mit Johnson & Johnson-Impfung oder Genesene mit nur einem Piks, soll es eine Lösung geben. "Die werden dann nicht schlechter gestellt", so der Firmenchef. Denn laut Firmenregelung heißt es 500€ pro freiwillige Impfung.

Ausfälle kann sich die Firma nicht leisten

"Wir können uns, gerade im Jahresendspurt, keine Ausfälle leisten. Wenn jetzt einer krank wird und noch zwei Kollegen mitreißt, dann ist dieser Ausfall für mich eigentlich unkalkulierbar. Aber wenn ich mir sicher bin, dass die Produktion läuft, dann kann ich das bezahlen, das kann ich berechnen. Da weiß ich genau, was die Impfprämie kostet", erklärt Schewe.

Corona- oder Quarantäne-Fälle in der Produktion würden bedeuten, dass die Firma ihre Aufträge nicht pünktlich abliefern kann. Im schlimmsten Fall würde das einen Maschinenstillstand bedeuten. Mit der ausgelobten Prämie hofft Schewe, dass sich noch einige Skeptiker spontan für die Impfung entscheiden. (nba)