Vollblutstute darf in Ovelgönne alt werden

Pferd Dolzeta sollte geschlachtet werden - ein Ex-Jockey rettete sein Leben

19. Oktober 2021 - 22:12 Uhr

Gnadenhof schenkt Tieren ein zweites Leben

Wenn sie ihren Nutzen verloren haben, geht es für viele Sportpferde nur noch in eine Richtung: Zum Schlachter. Dieses Schicksal hätte wohl auch der Vollblutrennstute "Dolzeta" geblüht – wäre da nicht Bernhard Kutz gewesen, der ihr auf seinem Gnadenhof in Ovelgönne im Landkreis Wesermarsch ein neues Zuhause gab.

Video: Darum liebt Bernhard Kutz seine Pferde so sehr

Altersschwache Pferde dürfen ihren Lebensabend auf seinen Weiden verbringen. Seit rund 36 Jahren betreibt der 80-Jährige die "Pferdeoase" in Ovelgönne und kann sich nicht vorstellen, auch nur einen Tag ohne seine Tiere zu verbringen. Warum seine Verbindung gerade zu den Rennpferden besonders tief ist, sehen Sie im Video.

Vom Aussterben bedrohte Esel

Wenn Nutztiere ihren Nutzen verlieren, dann hat leider oft ihre letzte Stunde geschlagen. Anders ist es bei Gnadenhofbesitzer Bernhard Kutz aus Ovelgönne. Auf seinem Gnadenhof "Pferdeoase" erleben die Tiere ihren Lebensabend so, wie er ihnen zusteht.
Die Poitou Esel sind vom Aussterben bedroht. Auf dem Gnadenhof leben 19 Tiere.
© RTL Nord

Insgesamt 35 Großpferde und neun Ponys leben derzeit in der "Pferdeoase". Aber nicht nur Pferde bekommen hier ihr Gnadenbrot. Auch viele Poitou Esel hat Bernhard Kutz vor dem Tod gerettet, da sie nicht der Norm entsprechen und sie deshalb nicht zur Zucht eingesetzt werden können. Dabei sind diese Tiere sogar vom Aussterben bedroht. Weltweit gibt es nur noch rund 300 Stuten.

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Aufnahmestopp auf dem Gnadenhof

Wenn Nutztiere ihren Nutzen verlieren, dann hat leider oft ihre letzte Stunde geschlagen. Anders ist es bei Gnadenhofbesitzer Bernhard Kutz aus Ovelgönne. Auf seinem Gnadenhof "Pferdeoase" erleben die Tiere ihren Lebensabend so, wie er ihnen zusteht.
Wenn Nutztiere ihren Nutzen verlieren, dann hat leider oft ihre letzte Stunde geschlagen. Anders ist es bei Gnadenhofbesitzer Bernhard Kutz aus Ovelgönne. Auf seinem Gnadenhof "Pferdeoase" erleben die Tiere ihren Lebensabend so, wie er ihnen zusteht.
© RTL Nord

Weil das Ganze auch kostspielig und zeitintensiv ist, freut sich Bernhard Kutz über Tierpaten, die die gute Sache unterstützen: "Man könnte viel mehr tun, aber die wirtschaftliche Lage spielt da eine große Rolle, wir benötigen Patenschaften, um das Ganze stemmen zu können." In 36 Jahren hat Kutz etwa 450 Pferde versorgt. Seit zwei Jahren gibt es allerdings einen Aufnahmestopp. Neue Tiere nehme er nur noch in absoluten Notfällen auf, so der 80-Jährige. (kum/jbl)