'Patriot'-Soldaten unzureichend gegen Chemiewaffen geschützt?

14. Februar 2016 - 6:18 Uhr

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, sieht die Soldaten beim 'Patriot'-Einsatz in der Türkei nur unzureichend gegen einen möglichen Chemiewaffen-Angriff aus Syrien geschützt. "Wir müssen uns fragen, wie sich der syrische Diktator Assad verhalten wird, wenn er mit dem Rücken an der Wand steht", sagte Kirsch der 'Passauer Neuen Presse'. Die größte Gefahr geht seiner Ansicht nach dann von einem Einsatz chemischer Waffen aus.

Die Bundeswehrsoldaten würden zwar über das Material zum Schutz vor ABC-Angriffen verfügen, die Spezialisten befänden sich allerdings in Deutschland. "Diese Lücke sollte schnell geschlossen werden", forderte Kirsch. "Diese Spezialisten sollten auch bei dem Bundeswehreinsatz vor Ort in der Türkei sein." Die Bundeswehr hatte am Dienstag mit der Verschiffung des Materials für zwei 'Patriot'-Staffeln begonnen, die zum Schutz des Nato-Partners Türkei vor Raketenangriffen beitragen sollen.