RTL.de
TV
GZSZ
Alles was zählt
Dschungelcamp
Der Bachel
DSDS
Now
Themen und Personen

Chemiewaffen

Chemiewaffen gehören zu den Massenvernichtungswaffen. Ihr Einsatz und schon die Entwicklung, Herstellung und Lagerung sind verboten.

Chemiewaffen picture alliance / dpa

Bei Chemiewaffen, die auch als Chemische Waffen bezeichnet werden, handelt es sich um Waffen, die mithilfe von toxischen Substanzen und der nötigen Waffentechnik produziert werden. Ziel dieser Waffen ist es, in kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch bei Terroranschläge und deren Abwehr, Menschen über eine bestimmte Zeit oder dauerhaft kampf- und handlungsunfähig zu machen oder diese zu töten.

Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass im weiteren Sinne nicht nur Waffen mit toxischen Stoffen, die unmittelbar zum Tod führen, zu den Chemiewaffen gezählt werden, sondern dass chemische Waffen auch mithilfe sogenannter Entlaubungsmittel, Nesselstoffe, Brandstoffe sowie Nebel- und Rauchstoffe produziert werden können. Zudem muss es sich nicht zwingend um Bomben handeln.

Definitiv geklärt ist allerdings, dass diese Waffentechnik zu den sogenannten Massenvernichtungswaffen, den CBRN-Waffen, zählt. Dabei ist die Geschichte der chemischen Waffentechnik weitaus älter, als oftmals angenommen wird, denn bereits in der Zeit von 431 bis 404 vor Christus wurden im Peloponnesischen Krieg Brandkörper durch die Spartaner eingesetzt. Diese Brandsätze verursachten hohe Luftkonzentrationen von Schwefeldioxid. Und auch im Mittelalter griffen beispielsweise die Mongolen zu ähnlichen Kampfmitteln.

Die ersten modernen Chemiewaffen wurden im Ersten Weltkrieg eingesetzt: Damals verwendete man Substanzen, die bereits bekannt und durch die damalige chemische Industrie auch in großen Mengen verfügbar oder zumindest zeitnah beschaffbar waren. Vorrangig waren dies Gase wie Chlor, Cyanwasserstoff (auch als Blausäure bekannt), Phosgen oder Arsin.