Schaulaufen von „polizeibekannten Besuchern”Clan-Mitglied (62) beerdigt: Berliner Polizei bewacht Beisetzung
Der Abschied verlief friedlich.
Ein großer Polizeieinsatz hat am Freitag (23. Januar) in Berlin Trauerveranstaltungen rund um eine Beerdigung im Clan-Milieu begleitet. Schon am Vormittag waren zahlreiche Polizisten an der Sehitlik-Moschee im Stadtteil Neukölln postiert. Gäste fuhren dort zum Trauergebet vor. Viele Blumengestecke, meist mit Namen der Absender versehen, wurden an der Moschee präsentiert. Am Morgen wurde ein Sarg hineingetragen.
Polizeibekannte Besucher auf Beerdigung in Berlin
Bei der anschließenden Beerdigung auf einem Friedhof in Berlin-Westend würden viele „polizeibekannte Besucher” erwartet, hieß es von einem Polizeisprecher. Bei ähnlichen Beerdigungen waren es in früheren Jahren mehr als Tausend Besucher.

Der am Dienstag an einer Krankheit gestorbene 62-Jährige kam vor vielen Jahren aus der Türkei nach Berlin und bezeichnete sich selbst als Geschäftsmann. Die Polizei sprach von einer „polizeibekannten Milieugröße”. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte, der Verstorbene sei eine Clan-Größe gewesen, die in der organisierten Kriminalität bis zuletzt Einfluss genossen habe.
Vier Wochen vor seinem Tod schoss man auf sein Haus
Die Polizei will angesichts der vielen Menschen bei der Beerdigung die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Daher sind mehrere Hundert Polizisten im Einsatz. Darunter sind auch „szenekundige” Kriminalpolizisten in Zivil aus dem Landeskriminalamt (LKA). Die Polizei steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit der Familie, um einen ruhigen und angemessenen Ablauf zu gewährleisten. So soll es auch keinen Autokorso von der Moschee durch die Stadt zum Friedhof geben.
„Ein Schaulaufen der Organisierten Kriminalität dieser Stadt”
Die GdP rechnet damit, dass sich wie bei vergleichbaren Todesfällen in den vergangenen Jahren Freunde und Feinde des Gestorbenen blicken lassen. „Ein Schaulaufen der Organisierten Kriminalität dieser Stadt”, erklärte GdP-Sprecher Benjamin Jendro.
Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert (cko).
Verwendete Quellen: RTL-Recherche, dpa
































