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Olympia 2021: Schock nach Pferde-Drama für Schleu und Raisner, Tierschutzbund stellt Strafanzeige

Schock nach Olympia-Drama

Tierschutzbund stellt Strafanzeige gegen Annika Schleu und Kim Raisner

Vorwurf der Tierquälerei und Beihilfe zur Tierquälerei

Der Deutsche Tierschutzbund hat nach den erschreckenden Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner gestellt. Wie die Organisation mitteilte, wirft sie Schleu aufgrund der Ereignisse beim Reitwettbewerb Tierquälerei vor und Raisner Beihilfe zur Tierquälerei.

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Keine Einsicht bei Schleu?

Das Schleu zugeloste Pferd hatte im Parcours in Tokio verweigert, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten "Hau mal richtig drauf!" zum Einsatz der Gerte aufgefordert. In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen hätten Tiere nichts zu suchen, sagte Thomas Schröder, der Tierschutzbund-Präsident. Die Anzeige diene auch der grundsätzlichen Klärung dieses Problems. Schleu habe in Interviews Einsicht vermissen lassen, kritisierte der Bund.

In einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" hatte sich Schleu zuletzt erneut gegen den Vorwurf gewehrt , ihr Pferd im Wettkampf gequält zu haben. "Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt. Ich hatte eine Gerte dabei, die vorher kontrolliert wurde. Genauso wie die Sporen. Ich bin mir wirklich keiner Tierquälerei bewusst", sagte die 31-Jährige. Sie bekannte aber auch, dass sie eventuell früher hätte sagen können, "okay, es hat einfach keinen Wert".

Schleu bekannte, dass sie sich vom Weltverband danach allein gelassen gefühlt habe, dessen deutscher Präsident Klaus Schormann habe nicht mit ihr gesprochen. Tierschutzbund-Präsident Schröder bezeichnete einen Rücktritt von Schormann (75) als überfällig.

Der Weltverband hatte Raisner nach dem Vorfall von den Spielen ausgeschlossen. Zuvor hatte sie sich gegen den Vorwurf der Tierquälerei zur Wehr gesetzt. "Ich hab gesagt, hau drauf. Aber sie hat das Pferd nicht gequält, in keinster Weise", sagte sie dem Sportinformationsdienst. (tno/dpa)