RTL News>

Olympia 2021 - Reiten: Kokain-Konsum kostet Springreiter Jamie Kermond aus Australien die Reise nach Tokio

Erst Party, dann Olympia? Pustekuchen!

Kokain-Fete kostet Reit-Profi die Reise nach Tokio

FILE - In this Sept. 3, 2014, file photo, Jamie Kermond of Australia, riding Quite Cassini competes during the second day of the team and individual qualifying show jumping event at the FEI World Equestrian Games in Caen, western France. Equestrian A
Jamie Kermond
ME BS**LON**, AP, Michel Euler

Positives Testergebnis – aber nicht auf Corona

Momente des nervenzerreißenden Zitterns und Bangens spielen sich derzeit tausendfach am Flughafen in Tokio bei den Sportlern dieser Welt ab – ein positives Corona-Testergebnis und der Traum von Olympia platzt. Genau so erging es dem australischen Springreiter Jamie Kermond. Bis Japan kam der 36-Jährige allerdings erst gar nicht. Sein „Positiv“ stoppte ihn schon in der Heimat. Allerdings hat Corona damit ausnahmsweise nichts zu tun. Kermond wurde stattdessen eine Party mit Kokain zum Verhängnis.

Reiter positiv auf Kokain getestet - und zeigt Reue

Dementieren, leugnen? Immerhin spart sich der Australier die große Unschulds-Show. „Es ist wahrscheinlich, dass das positive Ergebnis von einem einzigen Freizeitkonsum der Droge bei einer gesellschaftlichen Veranstaltung stammt und keinen Zusammenhang mit meinem Reitsport hatte", ließ Kermond in einem Statement mitteilen. Und weiter: "Ich bin extrem enttäuscht und reuig, werde aber die volle Verantwortung tragen."

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, wurde der Springreiter vorübergehend gesperrt. Der Tokio-Flieger ist ohne ihn abgehoben, Kermond sagte die Reise kurzfristig nach Bekanntwerden des Ergebnisses ab.

Jamie braucht Trost von Jamie und Hudson

Offenbar soll die Probe schon am 26. Juni genommen worden sein – vier Tage, nachdem Kermond ins neunköpfige Reitaufgebot der Australier berufen wurde. Erst jetzt wurde das Ergebnis offiziell. „Ihm ist es untersagt, an einem Event unter dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur teilzunehmen, während die Sperre in Kraft ist. Dazu zählen auch die Olympischen Spiele", teilte der Verband Equestrian Australia mit.

Kermond könnte nun die Öffnung der B-Probe beantragen – nach seinem Geständnis ist ein negatives Testergebnis aber eher fraglich. Kermond wird die Olympischen Spiele von zuhause aus im TV verfolgen.

Trost spendet ihm dabei vielleicht seine Frau, die kurioserweise den gleichen Vornamen trägt wie er sowie Sohn Hudson. (ana)