Einige Produkte sind günstig und trotzdem richtig gut

Stiftung Warentest: Discounter-Olivenöl unter Testsiegern, Tim-Mälzer-Öl mangelhaft

Leckeres und gutes Olivenöl muss nicht teuer sein, wie Stiftung Warentest zeigt
© Dusan Zidar (Dusan Zidar (Photographer) - [None], Dusan Zidar

08. Juni 2020 - 12:08 Uhr

28 Olivenöle der Güteklasse "nativ extra" geprüft

Zum leckeren Salat oder zu Tapas - ein gutes Olivenöl ist ein Genuss und wertet fast jedes Essen auf. Die Europäische Union gehört zu den wichtigsten Produzenten von Olivenöl. Besonders viel Öl stellen die Spanier mit einem Anteil von gut 40 Prozent her, gefolgt von Italien (25 Prozent) und Griechenland (18 Prozent). Doch ganz gleich, woher das Olivenöl in unseren Supermärkten stammt, die Qualität sollte stimmen. Bei der aktuellen Untersuchung von 28 Produkten der Güteklasse "nativ extra" empfiehlt die Stiftung Warentest sechs Olivenöle für den Alltag und drei für Feinschmecker - zu Preisen zwischen 4,80 und 45 Euro je Liter. Wir fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen (das komplette Test-Ergebnis finden Sie hier).

2 Öle mit "mangelhaft" bewertet - eines davon "powered by Tim Mälzer"

Im Test entpuppten sich einige Produkte als Mittelmaß. Oder schlechter. Zwei Öle erhielten ein "mangelhaft". Unter anderem bewerteten die Tester das "Classico Natives Olivenöl extra" von Filippo Berio als ranzig und oxidiert. Zudem als deutlich schadstoffbelastet. Noch schlimmer fiel das Urteil beim "DOP Oli D'Oliva Verge Extra" von Solivellas aus - an dessen Flaschenhals ein Schildchen mit der Aufschrift "powered by Tim Mälzer" baumelt. Laut Warentest das Produkt mit der höchsten Schadstoffbelastung im Test (möglicherweise krebserregende Mineralölkohlenwasserstoffe und Stoffe, die sich im Körper anreichern können). Außerdem stellten die Experten schwere Kennzeichnungsmängel fest.

Die besten Olivenöle laut Stiftung Warentest im Überblick

Erfreulicher ist da die Bewertung des preiswerten Testsiegers:
Das "Bio Natives Olivenöl extra" von Aldi Süd, konnte sowohl beim Geschmack, bei der Schadstoff-Bilanz als auch beim Preis überzeugen. Mit gerade einmal 6,15 Euro pro Liter ist das Öl das günstigste unter den für gut befundenen Produkten (Note 2,3).

Aber auch das "Primadonna Bio Natives Olivenöl Extra" von Lidl in Bio-Qualität steht dem nicht nach - nur dass es 5 Cent pro Liter teurer ist und dass darin sogar noch weniger Schadstoffe nachgewiesen werden konnten.

Als genauso gut befunden und für 8,60 Euro pro Liter zu haben, ist das "Gentile Natives Olivenöl extra"* 🛒 von Bertolli (beide Note 2,3).

Tipp für Olivenöl-Feinschmecker

Wer es vor allem auf eine hervorragende Sensorik abgesehen hat und auch über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich mit intensiven Noten von Tomatenstrauch, frischem Gras, grünen Blättern und grünen Apfel am "Extra virgin Olive oil" von Castillo de Canena🛒 erfreuen. Allerdings für 45 Euro pro Liter. In der Gesamtbewertung erhält das geschmacklich sehr gut ausgewogene Produkt dann aber dieselbe Note wie die oben genannten guten Öle.

Übrigens: Das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von der Essenz der Sonnenblume. Erst dann kommt das "grüne Gold" aus dem Mittelmeerraum.

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