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Offenbach: Weltmeisterin Alexa Ortwein geht eiskalt baden

Ab ins kalte Wasser

Offenbacher Hafenbecken: Weltmeisterin Alexa Ortwein geht eiskalt baden

Alexa geht eiskalt baden Bei unter 5 Grad Celcius
02:39 min
Bei unter 5 Grad Celcius
Alexa geht eiskalt baden

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Siege bei der WM in Polen

Die Offenbacherin Alexa Ortwein trägt mit gerade Mal 23 Jahren mehrere Medaillen um den Hals und ist Weltmeisterin in der Extremsportart Eisschwimmen. Bei der WM in Polen hat die Hessin diverse Siege abgeräumt und trainiert neben ihrem Studium mehrmals die Woche bei unter fünf Grad Wassertemperatur. Was Alexa daran begeistert und wie sie es in dem kalten Wasser aushält, sehen Sie im Video!

"Einfach über seine Komfortzone hinaus gehen"

Alexa ist Weltmeisterin im Eisschwimmen.
Alexa ist Weltmeisterin im Eisschwimmen und springt bei zwei Grad Wassertemperatur in das Offenbacher Hafenbecken.
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Wie sagt man so schön? „Da musst du ins kalte Wasser springen.“ Das Sprichwort nimmt Alexa Ortwein sehr ernst, denn sie springt bei rund zwei Grad Wassertemperatur in das Offenbacher Hafenbecken - ohne Neoprenanzug: „Ja, das Frieren an sich ist gar nicht das was Spaß macht, sondern eher der Kick, sich selbst zu überwinden, einfach über seine Komfortzone hinaus zu gehen. Es hat sehr viel mit mentaler Stärke zu tun, danach hat man eine pure Euphorie, Freude und Adrenalin wird ausgeschüttet.“

Ein Leben zwischen Studium und Training

Andreja Ortwein muss bei jedem Training auf ihre Tochter aufpassen.
Andreja Ortwein muss bei jedem Training auf ihre Tochter aufpassen.
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Ab einer Wassertemperatur von fünf Grad spricht man von Eisschwimmen. Dort gibt es verschiedene Disziplinen, wie bei normalem Schwimmen auch. Dreimal die Woche springt Alexa für 15 Minuten in das kalte Wasser, sechsmal die Woche trainiert Alexa im Fitnessstudio - und das neben ihrem Medizinstudium: „Das ist natürlich sehr hart, aber mein Leben besteht eigentlich aus dem Studium und dem Training, das ist, was mich erfüllt und was mir Spaß macht und dann werden halt andere Sachen hinten angestellt. Aber ich bin damit sehr zufrieden.“

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Als Unterstützung und Rettung in Not ist ihre Mutter dabei. Alleine wäre das Eisschwimmen zu gefährlich: „Ich muss sofort, wenn was passiert, den Notruf absetzen und ins Wasser springen. Ich würde sonst nie in dieses Wasser springen, das ist mir viel zu kalt“, so Andreja Ortwein.

Beim ersten Mal eine Überwindung

Alexas Papa Peter Ortwind ist sehr stolz auf sie.
Alexas Papa Peter Ortwind ist sehr stolz auf sie.
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Vor drei Jahren haben Alexas Mannschaftskolleginnen vom Offenbacher Wassersportverein sie zu ihrer Leidenschaft gebracht. Das erste Mal war auch eine kleine Überwindung: „Da kommt es auch eher auf den Kopf drauf an und gar nicht so, wie kalt das Wasser tatsächlich ist. Aber ich glaube, wenn man einmal über diesen Punkt drüber gekommen ist, dann wird es auch einfacher und macht viel mehr Spaß.“

Im Sommer ist das Wasser zu warm, da steht Krafttraining bei ihrem Trainer und Papa Peter im Vordergrund: „Die Alexa hat halt immer das Problem, dass man als Tochter des Trainers immer mehr leisten muss, um nicht bevorzugt behandelt zu werden. Aber wir haben da nie ein Problem gehabt. Es läuft wirklich gut“, so Peter Ortwein über seine Tochter. Alexas nächster Wettkampf wird voraussichtlich nächstes Jahr in Frankreich stattfinden.

(hdi)