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Offenbach: Diese Wildtierauffangstation päppelt Eichhörnchen auf

Wildtierauffangstation in Offenbach

Hier werden Eichhörnchen aufgepäppelt

Hier werden Eichhörnchen aufgepäppelt Wildtierauffangstation in Offenbach
02:37 min
Wildtierauffangstation in Offenbach
Hier werden Eichhörnchen aufgepäppelt

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In Offenbach gibt es die Wildtierauffangstation von Tanja Schäfer. Dort hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Eichhörnchen-Babys aufzupäppeln. Wie sie die insgesamt neun kleine Eichhörnchen dort versorgt, sehen Sie im Video.

Ein 24-Stunden Job

Die meisten Eichhörnchen, die zu Tanja Schäfer kommen sind verletzt oder krank, wenn sie bei ihr abgegeben werden. So auch das zwei Wochen alte Eichhörnchen „Püppi“ – alle drei Stunden füttert Tanja das Kleine mit einer speziellen Milch: „Püppi ist jetzt knapp eine Woche bei uns und hat jetzt auch verstanden, wie das Trinken bei mir funktioniert. Sie macht das super und nimmt kontinuierlich zu“, erzählt sie uns.

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Wenn man ein hilfloses Eichhörnchen findet, sollte man es laut Tanja Schäfer immer mitnehmen und in Sicherheit bringen, ganz wichtig dabei ist die Wärme: „Man kann das in den Händen schon wärmen und zu Hause dann in einen Karton mit einer Decke legen. Es sollte aber nicht wärmer als 38 Grad sein“, erklärt die Ehrenamtlerin. Außerdem sollte man den Tieren nichts zum Fressen geben, sondern besser direkt eine Wildtierauffangstation informieren.

Auch andere Tiere brauchen Tanja Schäfers Hilfe

Dieser knapp sechs Wochen alte Fuchs fühlt sich wohl bei Tanja Schäfer. Wenn weiterhin alles gut läuft, kommt er bald zu einer Fuchs-Spezialistin
Dieser knapp sechs Wochen alte Fuchs fühlt sich wohl bei Tanja Schäfer. Wenn weiterhin alles gut läuft, kommt er bald zu einer Fuchs-Spezialistin
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In der Wildtierauffangstation von Tanja Schäfer werden nicht nur Eichhörnchen versorgt, auch andere Wildtiere brauchen ihre Hilfe. Vor Kurzem wurde ein knapp sechs Wochen alter Fuchs bei ihr abgegeben, der stundenlang alleine im Garten lag: „Der hatte ganz arge Epileptische Anfälle. Dann war der Verdacht da, dass er blind ist“, erklärt Schäfer.

Sobald der kleine Fuchs stabil ist, kommt er zu einer Kollegin, die auf Füchse spezialisiert ist. Wenn dann alles glatt läuft, kann er im August wieder in die Wildnis entlassen werden. Auch das Eichhörnchen „Püppi“ soll freigelassen werden, wenn sie 16 Wochen alt ist.

Ihre Schützlinge wieder gehen zu lassen, ist nicht immer einfach für Tanja Schäfer: „Da ist dann immer ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber der schönste Moment ist immer, wenn ich das Tier freilasse – dann sag ich immer: Ich will euch nicht wieder sehen!“ (ast)