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Österreich: Bauer erschießt seinen Hund, weil Tierheim nicht sofort einen Platz hat

Zweijähriger "Rocky" musste sterben

Bauer erschießt gesunden Hund, weil Tierheim ihn nicht sofort aufnimmt

Hund Rocky erschossen Österreich
Der zweijährige "Rocky" wurde von seinem Besitzer erschossen.
zVg

Ein Bauer (77) aus Tirol (Österreich) will seinen Hund "Rocky" im Tierheim in Wörgl abgeben. Doch alle Gehege sind voll, der zweijährige Bergspitz kann nicht ohne Weiteres aufgenommen werden. Der 77-Jährige erklärt, den Hund zu erschießen, falls er dort nicht sofort unterkommt. Und macht seine Drohung kurz darauf war, wie später herauskommt.

Österreichischer Bauer drohte, Hund zu erschießen

"Es war am späten Samstagnachmittag", erzählt eine Tierheim-Mitarbeiterin der österreichischen "Kronen-Zeitung". "Alle Gehege in Wörgl waren voll. Und wir können einen neuen und fremden Hund nicht ohne Eingewöhnung über Nacht zu anderen sperren." Der Bauer habe gefordert, "Rocky" dennoch sofort aufzunehmen – "oder sonst erschieße ich ihn". Der Bauer habe den Rüden abgeben wollen, da dieser nicht folge und schon öfter davongelaufen sei.

Zwar hätte der Hund doch noch aufgenommen werden können, heißt es in dem Bericht. Da er nicht ausreichend geimpft war, hätte dies aber 200 Euro statt der üblichen 110 Euro gekostet. Darüber diskutierte der 77-Jährige aber gar nicht; letztlich wurde für den Bergspitz für den darauffolgenden Montag ein Platz im Tierheim Innsbruck-Mentlberg zugesagt.

Tierheim hakte nach, weil Hund nicht abgegeben wurde

Als niemand erschien, erklärte die Familie des Bauern auf telefonische Nachfrage, man habe "bereits eine Lösung gefunden". Der Tierschutzverein wurde hellhörig und schaltete die Behörden ein. Gegenüber dem Amtstierarzt und der der Polizei räumte der 77-Jährige ein, den gesunden Hund erschossen zu haben. Er wurde wegen "mutwilliger Tötung" angeklagt und muss sich ab Montag vor Gericht verantworten. (bst)