Nur eine Not-Operation konnte das Sex-Experiment beenden

15-Jähriger schiebt sich USB-Ladekabel in seinen Penis

Das Röntgenbild zeigt das USB-Kabel im Penis.
Das Röntgenbild zeigt das USB-Kabel im Penis.
© sciencedirect

24. September 2021 - 9:57 Uhr

Irre Röntgen-Aufnahmen aus Großbritannien

Ein 15-jähriger Junge aus Großbritannien ist mit einem ganz besonderen Problem in die Notfallaufnahme gefahren: Ein USB-Kabel steckte in seinem Penis. Die unglaublichen Röntgenaufnahmen und ein medizinischer Bericht wurden jetzt in einem Fachmagazin veröffentlicht. Denn der Fall ist so tragisch, dass der Junge sich unters Messer legen musste.

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Das USB-Kabel wurde erfolgreich entfernt.
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USB-Kabel steckt in der Harnröhre

Diese unglaubliche Geschichte ist als "Fallbericht aus der Urologie" im Fachmagazin "ScienceDirect" zu finden. Ganz trocken berichten die Ärzte von einem sexuellen Experiment des 15-Jährigen. "Das Einführen eines Fremdkörpers in die Harnröhre ist eine heikle Angelegenheit", heißt es in dem Bericht. Hätte der 15-Jährige das nur vorher gewusst. Er gab zu, dass er neugierig gewesen war und die Länge seines Penis mit dem USB-Kabel ausmessen wollte. Naja, das scheint zumindest die Erklärung in Anwesenheit seiner Mutter gewesen zu sein.

Später in dem Bericht wird wohl der wahre Grund genannt. Die Ärzte formulieren es nüchtern: "Sexuelle Experimente und Befriedigung (...) gelten als Hauptursachen für zurückgehaltene Fremdkörper in Harnröhre und Blase."

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Ein Röntgenbild zeigt das Problem.
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USB-Kabel war sogar verknotet!

Um von dem Vorfall detailliert berichten zu können, wurden auch Bilder veröffentlicht. Darauf ist zu erkennen, dass das Ladekabel nicht nur im Penis steckte, sondern auch noch verknotet war. Das erwies sich als großes Problem. Denn so einfach wie das Kabel rein kam, konnte es nicht mehr rausgezogen werden. Die Untersuchung ließ der 15-Jährige übrigens nur in Abwesenheit seiner Mutter über sich ergehen.

Mittlerweile sammelte sich etwa 700 ml Urin im Körper des Jungen, das nur durch einen Katheterzugang entfernt werden konnte. Mithilfe einer Röntgenaufnahme des Beckens konnte die Position und Form des Kabels feststellt werden. Die Ärzte operierten den Jungen erfolgreich. Noch zwei Wochen danach musste er den Katheter weiterhin behalten. Nun wird er weiterhin untersucht, damit keine Langzeitschäden entstehen, heißt es in dem medizinischen Bericht.
Sicherlich haben nicht nur Mediziner, die den Bericht gelesen haben aus diesem Vorfall gelernt, sondern auch der 15-jährige Junge aus Großbritannien.