„Es klingt an manchen Tagen unüberwindlich“

Nora Tschirner macht schweren Kampf gegen Depressionen öffentlich

Schauspielerin Nora Tschirner macht bei Instagram ihrem Kampf gegen Depressionen öffentlich.
Schauspielerin Nora Tschirner macht bei Instagram ihrem Kampf gegen Depressionen öffentlich.
© picture alliance

25. März 2021 - 10:23 Uhr

Nora Tschirner appelliert an alle Depressiven, sich Hilfe zu suchen

Nachdem Komiker und Talkshow-Gastgeber Kurt Krömer gerade öffentlich machte, seit 30 Jahren an Depessionen zu leiden und das Thema in seiner Sendung "Chez Krömer" mit Kabarettist Torsten Sträter diskutierte, meldet sich jetzt Schauspielerin Nora Tschirner mit einem emotionalen Instagram-Post zu Wort. Darin beschriebt sie ihren eigenen Kampf gegen die Krankheit und will allen Mut machen, die unter Depressionen leiden.

„Man denkt, man ist der einzige Mensch, bei dem nichts helfen wird"

Nora Tschirner postet Fotos des Talks bei "Chez Krömer" und schreibt dazu: "Torsten Sträter und Kurt Krömer reden bei "Chez Krömer" über Depressionen und ich weine (mittlerweile ohne Depression). Danke Euch beiden."

Im April 2020 hatte Nora selbst offen über ihren Kampf gegen Depressionen gesprochen. In ihrem aktuellen Post erinnert sie sich, wie schwer es für sie war, sich damals Hilfe zu holen – und wie sehr es sich dann gelohnt hat: "Ich weiß selbst noch so gut: Es klingt an manchen Tagen unüberwindlich, auch nur den kleinsten Schritt (oder einen Klick/geschweige denn Anruf) zu machen und man denkt, man ist der einzige Mensch, bei dem nichts helfen wird oder der den Versuch nicht wert ist."

„Ein Winken aus dem Leben danach. Ist schön hier"

Nora appelliert an alle Menschen mit Depressionen, sich Hilfe zu suchen und den Glauben nicht zu verlieren, dass alles besser wird. Depression beschreibt sie als einen "Filter im Kopf": "Den kann man wegkriegen. Versucht's. Lasst euch helfen, es gibt richtig gute Leute dafür, ihr seid nicht im Ansatz so allein, wie ihr Euch jetzt gerade fühlt. Und: Es lohnt sich."

Der "Tatort"-Schauspielerin geht es heute wieder gut und und sie schließt ihren Text mit den motivierenden Worten: "Ein Winken aus dem Leben danach. Ist schön hier." Dazu setzt sie den Hashtag #endthestigma, weil die Krankheit Depression immer noch fälschlicherweise als Tabuthema gilt.

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Wenn Sie suizidale Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.