Nigeria: Boko-Haram-Kämpfer töten Dutzende Schüler

25. Februar 2014 - 21:08 Uhr

Bewaffnete haben eine Schule im Nordosten Nigerias angegriffen und 43 Menschen getötet. Vielen der meist jugendlichen Opfer schnitten die Angreifer die Kehlen durch, um nicht durch Schüsse aufzufallen. Das zu dem Schulkomplex gehörende Internat setzten sie in Brand, während die Schüler noch schliefen, berichtete ein Mitglied des Schulkomitees. Nach den Worten eines Polizeisprechers verbrannten einige Schüler bis zur Unkenntlichkeit.

Bei den Angreifern handelte es sich vermutlich um Mitglieder der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram. Etwa 50 Männer sollen das Federal Government College in Buni Yadi im Bundesstaat Yobe in der Nacht zum Dienstag gestürmt haben. Die Schule ist für Kinder von 11 bis 18 Jahren.

Die Angreifer flüchteten, bevor das Sicherheitspersonal eines benachbarten Kontrollpunkts etwas bemerkte. Den Angaben zufolge sollen sie einige Schüler entführt haben. Wie viele der Toten Schüler waren und wie viele Mitarbeiter des Internats, blieb zunächst unklar.

Im Norden Nigerias gibt es immer wieder Anschläge der Sekte Boko Haram, deren Ziel meist Christen sind. Die Gruppe kämpft für die Einführung der Scharia. Ihrer Gewalt sollen seit 2009 mehr als 1.500 Menschen zum Opfer gefallen sein.