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Boko Haram

Boko Haram ist eine islamistische, terroristische Gruppierung im Norden Nigerias. Sie kämpft für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria.

Boko Haram picture alliance / AP Photo

Boko Haram ist eine sunnitisch-islamistische Terrororganisation im Norden Nigerias. Ihr Ziel ist die Einführung der Scharia (islamisches Recht) in ganz Nigeria. Der Name Boko Haram stammt aus einem nigerianischen Dialekt und wird meist mit Bücher sind Sünde übersetzt. Damit soll die Ablehnung westlicher Bildung zum Ausdruck gebracht werden, die sie als unislamisch betrachten.

Boko Haram trat zum ersten Mal 2004 mit der Gründung eines Trainingscamps für Terroristen in Erscheinung. In den Jahren 2010 bis 2016 verübte die islamistische Organisation vermehrt Anschläge auf Kirchen, Schulen und öffentliche Einrichtungen. Tausende Menschen starben dabei oder wurden verletzt. Am 26. August 2011 verübten Mitglieder der Sekte beispielsweise einen Autobombenanschlag auf ein Gebäude der UNO in der Hauptstadt Abuja. 2014 entführten Kämpfer mehr als 200 Schülerinnen aus ihrem Internat. Sie zwangen die Mädchen zum Islam zu konvertieren, verheirateten oder verkauften sie. 2015 schloss sich Boko Haram dem sogenannten Islamischen Staat an.

Der Kampf gegen Boko Haram gestaltet sich schwierig. Ein Grund dafür ist die sektenähnliche Struktur der Organisation und die absolute Verschwiegenheit ihrer Mitglieder. Oftmals wissen selbst die Eltern der Mitglieder nicht, dass ihre Kinder Teil der Vereinigung ist. Ein zweiter Grund ist die Korruption innerhalb der nigerianischen Armee. Darüber hinaus sind Anhänger und Unterstützer der Terrororganisation in allen Bereichen des Staates vertreten.

Weitere Informationen über Boko Haram können Sie jederzeit bei RTL.de abrufen.