Identität der Täter noch unklar

Nigeria: 73 Schulkinder von Bewaffneten entführt

Archivfoto vom 7. Mai 2017: Chibok-Schulmädchen, die aus der Gefangenschaft von Boko-Haram-Extremisten befreit wurden (Symbolfoto)
Archivfoto vom 7. Mai 2017: Chibok-Schulmädchen, die aus der Gefangenschaft von Boko-Haram-Extremisten befreit wurden (Symbolfoto)
© AP, Olamikan Gbemiga, SA

01. September 2021 - 22:39 Uhr

Regierung schließt Schulen und verhängt Ausgangssperre

In Nigeria sind 73 Schulkinder von bewaffneten Männern entführt worden. Die Schüler seien aus einer staatlichen Sekundarschule im nordwestlichen Bundesstaat Zamfara verschleppt worden, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Identität und das Motiv der Täter sind noch unklar. Als Reaktion auf die Entführung hat die Regierung des Bundesstaates alle Grund- und Sekundarschulen schließen lassen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Seit 2020 rund 1.000 Kinder entführt

Größere Kindesentführungen im Zusammenhang mit Überfällen auf Schulen kommen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas häufig vor. Dahinter stecken sowohl islamistische Terroristengruppen wie Boko Haram als auch kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen.

Seit Anfang des Jahres haben die Verschleppungen drastisch zugenommen. Behörden schätzen, dass seit Dezember 2020 rund 1.000 Kinder entführt wurden. Viele der Jungen und Mädchen bleiben spurlos verschwunden. Der spektakulärste Fall ereignete sich 2014, als die islamistische Terrormiliz Boko Haram 276 Schülerinnen entführte. (dpa)